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Michaelis Cohn

Stolperstein Michaelis Cohn © F. Siebold, 2013
VERLEGEORT
Gervinusstr. 18

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
VERLEGEDATUM
16.04.2013

GEBOREN
11.11.1863 in Lobsens / Łobżenica
DEPORTATION
am 14.09.1942 nach Theresienstadt
ERMORDET
25.09.1942 in Theresienstadt

Michaelis Cohn wurde am 11. November 1863 in Lobsens im Bezirk Posen (heute: Łobżenica / Polen) geboren, dort besuchte er die Grundschule. Er zog nach Berlin und wohnte in der Gervinusstraße 18.
Im Alter – Michaelis Cohn war als „Privatier“ ausgewiesen – wurde er zunehmend blind und taub und kam ins Taubstummenheim an der Parkstraße 22 in Weißensee. Ein Freund namens Bayer übernahm die Betreuung und Verwaltung seines Geldes.
2400 Reichsmark befanden sich auf seinem Konto, das vom NS-Staat nach der Deportation beschlagnahmt wurde.
Mit fast 80 Jahren wurde Michaelis Cohn am 14. September 1942, schon todkrank, nach Theresienstadt deportiert, wo er neun Tage später, am 25. September 1942, an den Folgen dieser Zugfahrt starb. Im Totenschein, ausgestellt von den Ghetto-Ärzten, wurden „Herzasthma und Herzschwäche“ als Todesursachen angegeben.


Biografische Zusammenstellung

Doris D‘Cruz, Heidi Steinbeck, Gaby Klimek