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Hans Kupfer

Stolperstein Hans Kupfer© H.-J. Hupka, 2014
VERLEGEORT
Kantstr. 46

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
VERLEGEDATUM
01.04.2014

GEBOREN
22.08.1892 in Sonnenburg
ZWANGSARBEIT
bei
IG Farben
DEPORTATION
am 19.02.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
Februar 1943 in Auschwitz

Hans Kupfer wurde am 22. oder am 28. August 1892 Sonnenburg (Brandenburg) geboren. Im Volkszählungsregister vom 17.5.1939 war der 22. als Geburtstag angegeben, in seine Vermögenserklärung vom 11.2.1943 trug er den 28. ein. Er war Kaufmann. Seit 1935 wohnte er in der Kantstraße 46. Am 15.8.1942 musste Kupfer in die Joachimstaler Straße 33/ 34 für ein halbes Jahr zu Abraham Schimmel in ein möbliertes Zimmer im 1.Stock umziehen. Zu dieser Zeit musste er Zwangsarbeit bei der IG Farben verrichten, wofür er einen Wochenlohn von 30 Reichsmark bekam.

Gertrude Kupfer geb. Bornstein, ist am 25. April 1896 in New York geboren und war nach Angaben ihres Mannes (schriftlich festgehalten in seiner vor der Deportation abgegebenen Vermögenserklärung) Staatsbürgerin der USA. Während er sich am 11.2.1943 zur Deportation nach Auschwitz im Sammellager Große Hamburger Straße 26 einfinden musste, blieb seine Frau unbehelligt und konnte ausreisen, über ihr weiteres Schicksal ist nichts bekannt. Hans Kupfer hatte bei der Commerzbank ein bescheidenes Vermögen, das die Nazi-Finanzbehörden beschlagnahmten. Auch sonst war bei ihm anscheinend nicht viel zu holen. „Von Herrn Kupfer sind keine Sachen zurückgelassen“ hieß es in einer amtlichen Notiz. Eigentümer des Mobiliars sei der Vermieter Schimmel gewesen.


Biografische Zusammenstellung

Helmut Lölhöffel