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Henriette Baron

Henriette Baron © OTFW
VERLEGEORT
Schaperstr. 22

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Wilmersdorf
VERLEGEDATUM
22.06.2014

GEBOREN
18.03.1903 in Berlin
DEPORTATION
am 18.10.1941 nach Łódź / Litzmannstadt
WEITERE DEPORTATION
nach Chełmno / Kulmhof
ERMORDET
08.05.1942 in Chełmno / Kulmhof

Henriette Baron, geboren am 18. März 1903 in Berlin, wohnte bei ihren Eltern Theodor und Louise Baron in der Schaperstraße 22. Dorthin zog 1938 auch Elisabeth Rosenberg, geb. Baron, aus Storkow, nachdem deren Mann Wolff Rosenberg gestorben war. Die drei Frauen erlitten das gleiche Schicksal: Sie wurden am 18. Oktober 1941 mit dem allerersten von Grunewald abgehenden „Osttransport“ ins Ghetto Lodz deportiert, damals von den Nationalsozialisten in Litzmannstadt umbenannt. Am 8. Mai 1943 sind – jedenfalls nach der Kenntnis des Bundesarchivs – die Mutter und die Tochter nach Kulmhof (Chelmno) weiterdeportiert und dort am selben Tag mit Auspuffgasen umgebracht worden. Henriette Baron war 40 Jahre alt.

Aus den alten Berliner Adressbüchern geht hervor, dass bis 1937 ein Theodor Baron mit der Berufsbezeichnung Vertreter in der Schaperstraße 22 eingetragen war, danach nicht mehr. Stattdessen war bis 1941 der Name Baron mit dem abgekürzten Vornamen L. verzeichnet. Zweifellos war sie Louise Baron, geb. Meyerheim, geboren am 12. Oktober 1878 in Massow (Pommern). Sie ist ebenfalls am 18. Oktober 1941 im gleichen Zug wie Henriette Baron und Elisabeth Rosenberg vom Bahnhof Grunewald nach Lodz/Litzmannstadt deportiert worden. Louise Baron war wohl die gleichaltrige Schwägerin von Elisabeth Rosenberg und Henriette Baron die Tochter. Im Ghetto Lodz waren Louise und Henriette Baron, wie die Bewohnerliste ausweist, zusammen in der Steinmetzgasse 2/17 eingesperrt.


Biografische Zusammenstellung

Karin Sievert, ergänzt von Helmut Lölhöffel