Direkt zum Inhalt
Skip to content Skip to navigation

Martin Katzki

Stolperstein für Martin Katzki. Copyright: Mauren Antkowski
VERLEGEORT
Münchener Str. 16

BEZIRK/ORTSTEIL
Tempelhof-Schöneberg – Schöneberg
VERLEGEDATUM
01.09.2014

GEBOREN
10.08.1906 in Gdańsk / Danzig
BERUF
Kaufmännischer Angestellter
DEPORTATION
am 29.01.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
27.02.1943 in Auschwitz

Martin Katzki wurde am 10. August 1906 in Danzig als Sohn von Samuel Siegfried und Martha Katzki, geborene Lewinnek, geboren. Sein Vater betrieb in Königsberg das Kaufhaus Katzki in der Kneiphöfischen Langgasse 57 und später ein Schokoladengeschäft in der Schmiedestraße. Martin Katzki besuchte in Danzig die Schule. Er hatte noch eine Schwester Lieselotte, die am 22. April 1914 in Marienburg/Westpreußen zur Welt gekommen war. Die Mutter Martha starb 1934 in Königsberg. Nach Beendigung der Schule erlernte er einen kaufmännischen Beruf und ging im Jahre 1923 als Siebzehnjähriger nach Berlin. Hier arbeitete er mehrere Jahre als kaufmänischer Angestellter in großen Warenhäusern der Firmen Lindemann und Karstadt. Die Berliner Lindemann & Co. AG und die Hamburger Rudolf Karstadt AG hatten 1927 fusioniert und es entstand im Jahre 1929 am Hermannplatz ein imposantes neues Warenkaufhaus. Vermutlich hatte er hier seinen letzten Arbeitsplatz. Im Jahre 1933 jedoch verlor er seine Arbeitsstelle. Im Jahr 1936 verließ seine Schwester Lieselotte Deutschland und emigrierte nach Palästina. Martin Katzki war unverheiratet und bereitete sich ebenfalls auf eine Emigration vor. Er blieb aber zunächst in Berlin, um bei seinem Onkel Adolf Katzki, der ein Uhrmachergeschäft in der Schliemannstraße 10 betrieb, das Uhrmacherhandwerk zu erlernen. Möglicherweise erhoffte er sich dadurch eine größere berufliche Sicherheit nach seiner Auswanderung nach Palästina. Obwohl sein Name in den Berliner Adressbüchern nirgendwo verzeichnet ist, lebte er laut den Volkszählungsdaten von 1939 in der Münchener Straße 16. Deportiert jedoch wurde er aus der Heilbronner Straße 30, in die er kurz vor seiner Deportation noch zwangseingewiesen wurde.
Mit dem 27. Transport vom 29. Januar 1943 verfrachtete man ihn nach Auschwitz. Am 27. Februar 1943 ist er dort laut dem Sterbezweitbuch des Standesamtes Auschwitz angeblich um 10.20 Uhr an einer beiderseitigen Lungenentzündung gestorben.


Biografische Zusammenstellung

Dr. Judith Hahn

Weitere Quellen

LABO; Volkszählungsdaten 1939