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Rosa Schlagk (geb. Behrendt)

Rosa Schlagk, in den 1950er Jahren© Familienbesitz
Stolperstein Rosa Schlagk © Koordinierungsstelle Stolpersteine
Rosa Schlagk beim 83. Geburtstag ihrer Mutter, 1937, Ausschnitt aus einem Familienfoto © Familienbesitz
Rosa Schlagk (links) mit ihren Schwestern Hedwig Peters (MItte) und Regina Vogler (rechts), Anfang der 1950er Jahre © Familienbesitz
VERLEGEORT
Greifswalderstr. 48

BEZIRK/ORTSTEIL
Pankow – Prenzlauer Berg
VERLEGEDATUM
17.06.2014

GEBOREN
19.03.1887 in Kolberg / Kołobrzeg
BERUF
Tapisseristin
DEPORTATION
am 11.08.1944 nach Theresienstadt
ÜBERLEBT

Rosa Schlagk wurde am 19. März 1887 in Kolberg (heute: Kołobrzeg/Polen) als Tochter des jüdischen Ehepaares Julius und Frieda Behrendt (geb. Tau), geboren. Die Familie übersiedelte um 1897 nach Berlin. Rosa hatte noch 11 Geschwister.

Rosa Schlagk lernte drei Jahre lang in der Tapisserie-Branche und arbeitete über 30 Jahre in der Firma Lindhorst. Dort wurde sie 1940 entlassen, weil sie Jüdin war. Zwangsarbeit leistete sie danach als Näherin in der Firma Michalski.

Bis 1941 war Rosa mit Alfred Schlagk verheiratet, mit dem sie die Kinder Elli und Walter hatte. Durch den Status einer „privilegierten Mischehe“ war Rosa Schlagk zunächst vor der Verfolgung durch die Nationalsozialisten geschützt.

Mit dem Tod ihres Mannes im Jahr 1941 erlosch dieser Schutz und Anfang 1944 war sie gezwungen unterzutauchen, um der drohenden Deportation zu entgehen. Sie wurde jedoch verraten und in Pommern festgenommen.

Mit dem „109. Alterstransport“ wurde Rosa Schlagk am 11. August 1944 von Berlin nach Theresienstadt deportiert, wo sie in einer Glimmer-Spalterei arbeiten musste. Ihre Häflingsnummer lautete 14840.

Sie überlebte das Lager und wurde 1945 von der Roten Armee befreit. Nach dem Krieg war sie als Opfer des Faschismus (OdF) anerkannt.

Ihr letzter frei gewählter Wohnort befand sich in der Greifswalder Straße 48, wo sie auch nach ihrer Rückkehr aus Theresienstadt bis zu ihrem Tod lebte.

Rosa Schlagk starb am 1. September 1966. Ihr Grab befindet sich auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee.


Biografische Zusammenstellung

Rita Werth

Dagmar Janke

Schüler_innen der Wilhelm-von-Humboldt-Gemeinschaftsschule