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Rosa Kaufmann (geb. Singer)

Stolperstein Rosa Kaufmann © OTFW
VERLEGEORT
Thomasiusstraße 14

BEZIRK/ORTSTEIL
Mitte – Moabit
VERLEGEDATUM
24.03.2015

GEBOREN
11.03.1906 in Kolomea (Galizien) / Kolomyja
BERUF
Inhaberin einer Hausverwaltung
DEPORTATION
am 17.03.1943 von Flotowstraße 12, Berlin-Hansaviertel in das KZ Theresienstadt
WEITERE DEPORTATION
am 09.10.1944 in das Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau
ERMORDET
in Auschwitz

Rosa Kaufmann, geb. Singer, kam 1906 in Kolomea zur Welt, einer Stadt, die damals zu Österreich gehörte und heute in der Ukraine liegt. Über Rosa Kaufmanns frühes Leben ist nichts bekannt. Als Erwachsene war Rosa Kaufmann, die Rosl genannt wurde, zwischenzeitlich eine verheiratete Brandmann. 1938 heiratete sie schließlich den eingefleischten Junggesellen Dagobert Kaufmann.
Zu dieser Zeit war Rosa Kaumann Inhaberin einer Hausverwaltung, speziell für Häuser, deren Besitzer österreichische Staatsbürger waren. Ihrem Mann Dagobert gehörte das Wäschehaus Runge in der Charlottenburger Pestalozzistraße, welches jedoch in der Pogromnacht von 1938 vollkommen geplündert und daraufhin geschlossen wurde. Nachdem auch Rosa als Jüdin gezwungen worden war, ihr Geschäft zu schließen, versuchten die Kaufmanns, Deutschland zu verlassen. Doch die Ausreisebemühungen der beiden verliefen erfolglos, vermutlich weil bald kriegsbedingt keine Ausreise mehr möglich war und Visa-Angelegenheiten zur Einreise in andere Länder immer schwieriger wurden.
Bis 1943 arbeitete Dagobert Kaufmann bei der Jüdischen Gemeinde. Die Wohnung in der Thomasiusstraße musste das Ehepaar schließlich aufgeben, um in eine bescheidene Bleibe in der Flotowstraße 12 im benachbarten Hansaviertel zu ziehen.
Von dort wurden die Kaufmanns am 17. März 1943 zunächst nach Theresienstadt deportiert, wo sie mehr als ein Jahr verbrachten. Am 9. Oktober 1944 schließlich brachte man Rosa Kaufmann und ihren Mann nach Auschwitz, wo beide ermordet wurden.


Biografische Zusammenstellung

Oliver Geiger