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Franziska Ritter

Stolperstein für Franziska Ritter; Foto: H.-J.Hupka 2015
VERLEGEORT
Kantstraße 149

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
VERLEGEDATUM
27.03.2015

GEBOREN
28.09.1864 in Danzig / Gdańsk
BERUF
Schneiderin
DEPORTATION
am 03.10.1942 nach Theresienstadt
ERMORDET
13.12.1942 in Theresienstadt

Franziska Ritter geb. Blankenstein wurde am 28. September 1864 in Danzig geboren.
Sie wohnte seit 1917 im Gartenhaus der Kantstr. 149 im Hochparterre, nachdem ihr Mann, Max Ritter, gestorben war. Vorher hatte die Familie einige Häuser entfernt gewohnt. Max Ritter war Bürovorsteher in der Jüdischen Kultusgemeinde gewesen, Franziska Ritter lebte von seiner Pension. Von 1918 an war sie im Adressbuch als Witwe eingetragen.
Das Ehepaar Ritter hatte fünf Kinder: ein Sohn kam im Ersten Weltkrieg um, der Sohn Werner und die Tochter Hedwig wurden in Konzentrationslagern ermordet, die Tochter Charlotte nahm sich das Leben. Die Nachkommen der einzig verbliebenen Tochter leben in München.
Franziska Ritter war von Beruf Schneiderin gewesen und 78 Jahre alt, als sie am 3. Oktober 1942 mit 994 Menschen, von denen nur 72 überlebten, nach Theresienstadt deportiert wurde. Am 13. Oktober 1942 kam sie im dortigen Ghetto ums Leben.


Biografische Zusammenstellung

Wibke Bruns / Helmut Löhlhöffel