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Margarete Rothenberg (geb. Eichenberg)

Stolperstein für Margarete Rothenberg; Foto: H.-J.Hupka 2015
VERLEGEORT
Kantstraße 149

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
VERLEGEDATUM
27.03.2015

GEBOREN
26.04.1898 in Eschwege
DEPORTATION
am 29.01.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Richard Ernst Rothenberg wurde am 8. Mai 1891 in Bleicherode im Südharz in der Nähe von Nordhausen geboren. Er war dort Textilgroßhändler. Von seinem Vater Julius Rothenberg hatte er einen großen Betrieb geerbt, in seiner Vermögensaufstellung ist von einer Million Reichsmark die Rede. Sein Schwager, geflüchtet nach Palästina, beschreibt ein geschmackvolles Anwesen in den thüringischen Bergen. Verheiratet war Richard Rothenberg mit Margarete Rothenberg, geb. Eichenberg, die am 26. April 1898 in Eschwege zur Welt kam.
Die Rothenbergs betrieben mit viel Geld seit 1939 ihre Ausreise. Doch es war deutlich zu spät, und als es nicht weitergehen wollte, verlegten sie ihren Wohnsitz nach Berlin in die Kantstraße 149, wo sie hofften, mit mehr Nachdruck agieren zu können. Sie bewohnten eine kleine Wohnung im zweiten oder dritten Stock des Gartenhauses (oder des Seitenflügels), sie waren bei der Volkszählung am 17. Mai 1939 als Untermieter der Hauseigentümerin Anna Misch registriert. Aber der Versuch, Nazi-Deutschland zu verlassen, war vergeblich. Kurz bevor sie ihren Deportationsbescheid erhielten, mussten sie noch zwangsweise in die Jagowstraße 3 im Stadtteil Tiergarten umziehen.
Am 29. Januar 1943 wurden Richard und Margarete Rothenberg vom Güterbahnhof Moabit nach Auschwitz deportiert. Für die etwa 570 Kilometer lange Strecke brauchte der Zug 18 Stunden. 140 Männer und 140 Frauen wurden als Häftlinge ins Arbeitslager eingewiesen, 724 Menschen wurden gleich nach der Ankunft in den Gaskammern von Birkenau umgebracht.


Biografische Zusammenstellung

Wibke Bruns / Helmut Löhlhöffel