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Adolf Hanau

Stolperstein für Adolf Hanau, Foto: Stolpersteine-Initiative CW, H.j. Hupka, 2014
VERLEGEORT
Delbrückstraße 19

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Grunewald
VERLEGEDATUM
15.05.2014

GEBOREN
23.08.1878 in Saarlautern / Saarlouis
INHAFTIERT
ab November 1938 bis Dezember 1938 in Sachsenhausen
DEPORTATION
am 27.05.1942 nach Sachsenhausen
WEITERE DEPORTATION
im Jahre 1942 nach Auschwitz
ERMORDET
25.11.1942 in Auschwitz

Adolf Hanau wurde am 23. August 1878 in Roden, einem Stadtteil von Saarlautern/Saarlouis (Saarland) geboren. Bei der Volkszählung am 1.5.1939 schrieb er in die Rubrik Familienstand: ledig. Es liegt jedoch die Vermutung nahe, dass Else Hanau geb. Mayer seine Ehefrau war.

Auf jeden Fall war Adolf Hanau wohl recht vermögend. Er trug den Ehrentitel „Kommerzienrat“, der nach großzügigen gemeinnützigen Spenden verliehen wurde, und hatte ein 1938 gegründetes Bankgeschäft, das im noblen Vorort Grunewald an der Delbrückstraße 19 und 21 residierte und 1942 liquidiert wurde

Am 19. Februar 1937 rief das Auktionshaus Leo Spik 22 Bilder zur Versteigerung auf, die aus dem Hause Hanau stammten. 2012 wurde in München eine umfangreiche private Kunstsammlung der Familie Gurlitt beschlagnahmt, worunter sich diese Bilder befanden.

Am 27. Mai 1942 wurde Adolf Hanau in das Konzentrationslager Sachsenhausen gebracht. Von dort wurde er offenbar weiterdeportiert nach Auschwitz. Der 25. November 1942 ist in den dortigen Unterlagen als sein Todestag verzeichnet.


Biografische Zusammenstellung

Helmut Lölhöffel

Weitere Quellen

Deporationslisten, Verzeichnis jüdischer Unternehmen in Berlin; Lost Art Internet Database mit Material aus dem Landesarchiv Berlin und dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv Potsdam.