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Babette Mayer (geb. Kohn)

Stolperstein für Babette Mayer, Foto: Stolpersteine-Initiative CW, H.j. Hupka, 2014
VERLEGEORT
Delbrückstraße 19

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Grunewald
VERLEGEDATUM
15.05.2014

GEBOREN
04.04.1857 in Ottweiler (Bezirk Trier)
DEPORTATION
am 27.07.1942 nach Theresienstadt
ERMORDET
02.12.1942 in Theresienstadt

Babette Mayer geb. Kahn (auch als Cohn und Kohn angegeben) wurde am 4. April 1857 in Ottweiler (Bezirk Trier) geboren. Ihr Vater hieß Wilhelm, ihre Mutter Johanna geb. Reichard. Sie wohnte mit Adolf und Else Hanau in einer Grunewald-Villa zusammen. Es ist anzunehmen, dass sie die Mutter von Else Hanau geb. Mayer war.
Zunächst wurde Babette Mayer, die die Deportation von Adolf Hanau am 27. Mai nach Sachsenhausen und den Selbstmord von Else Hanau am 2. Juni miterleben musste, in das ehemalige jüdische Altersheim an der Großen Hamburger Straße 26 gebracht, das von der Gestapo als Sammellager für die zur Deportation vorgesehenen Juden umgerüstet worden war. Am 27. Juli 1942 ist sie von dort mit weiteren 100 Menschen mit der Straßenbahn zum Anhalter Bahnhof und dann ins Ghetto Theresienstadt deportiert worden. Mit ihren 85 Jahren war sie älteste dieses Transports, von denen alle anderen zwischen 60 und 80 Jahre alt waren.
Sie wurde in die „Krankenstube 3“ gelegt, weil sie altersschwach war. Dort hielt sie noch länger als fünf Monate durch. Am 2. Dezember 1942 ist Babette Mayer gestorben, die Ärzte notierten „Altersschwäche“.


Biografische Zusammenstellung

Helmut Lölhöffel

Weitere Quellen

Deportationslisten; Verzeichnis jüdischer Unternehmen in Berlin; Lost Art Internet Database mit Material aus dem Landesarchiv Berlin und dem Brandenburgischen Landeshauptarchiv Potsdam.