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Emil Wolff

Stolperstein für Emil Wolff. Foto: Museum Neukölln
VERLEGEORT
Sanderstraße 23

BEZIRK/ORTSTEIL
Neukölln – Neukölln
VERLEGEDATUM
15.11.2016

GEBOREN
10.09.1878 in Posen / Poznań
BERUF
Produktionshelfer
DEPORTATION
am 19.01.1942 nach Riga
ERMORDET

Emil Wolff wurde am 10. September 1878 in Posen geboren und arbeitete als Produktionshelfer bei der deutschen Benzinuhren GmbH. Er und seine Ehefrau Hedwig Wolff, geb. Polke (*15. November 1885), wohnten im zweiten Aufgang in der Sanderstraße 23 in Neukölln. Vermutlich war das Ehepaar Wolff nicht unvermögend: Sie hatten eine Lebensversicherung abgeschlossen und besaßen ein Grundstück im brandenburgischen Glienicke/Nordbahn, unweit der Berliner Stadtgrenze.

Der Besitz der jüdischen Familie fiel an das Deutsche Reich, als Emil und Hedwig Wolff mit dem neunten Transport am 19. Januar 1942 nach Riga deportiert wurden. Das Todesdatum bleibt trotz Nachforschungen unklar, sie gelten daher als verschollen.

Das Ehepaar Wolff hatte eine gemeinsame Tochter namens Alice, die am 03. April 1911 geboren wurde. Sie war mit Karl-Heinrich Mayer (*25. März 1904) aus Seligenstadt verheiratet. Nachdem das junge Ehepaar eine Zeit lang bei Alices Eltern gewohnte hatte, lebten sie zuletzt in der heute nicht mehr existenten Marsiliusstraße 25 in Berlin-Mitte, nicht weit vom Strausberger Platz.

Vom Ehemann der Tochter weiß man, dass er am 01. März 1943 mit dem 31. Transport nach Auschwitz deportiert wurde. Ein Todesdatum ist nicht bekannt. Der Name seiner Frau Alice taucht zwar nicht auf der Liste des gleichen Transports auf. Doch auch sie soll nach Auschwitz deportiert worden und dort umgekommen sein.


Biografische Zusammenstellung

Karin Kuhrt, Projekt Aktion N! vom Heimathafen Neukölln