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Siegmar Freund

Stolperstein Sigmar Freund Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka
VERLEGEORT
Niebuhrstraße 70

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
VERLEGEDATUM
16.06.2016

GEBOREN
27.06.1867 in Breslau (Schlesien) / Wrocław (Polen)
DEPORTATION
am 25.09.1942 nach Theresienstadt
ERMORDET
23.03.1943 in Theresienstadt

Siegmar Freund wurde geboren am 27. Juni 1867 in Breslau. In Berlin wohnte er in der Niebuhrstraße 70, wo er am 17. Mai 1939 bei der Volkszählung gemeldet war. Kurz vor seiner Deportation wurde er in die Uhlandstraße 114-115 zwangsumgesiedelt, wo mehrere jüdische Menschen wohnten. Von dort aus wurde er ins Sammellager Große Hamburger Straße 26 verlegt, das die Gestapo in einem ehemaligen jüdischen Altersheim eingerichtet hatte, registriert und am 25. September 1942 nach Theresienstadt in das Ghetto deportiert, das älteren Juden als „Altersruhesitz“ angepriesen wurde. Der Zug nach Theresienstadt startete morgens am Anhalter Bahnhof. Siegmar Freund wurde mit 100 anderen Jüdinnen und Juden in einem verriegelten Abteil nach Theresienstadt deportiert, wo sie qualvolle Enge und unsägliche Umstände erwarteten. Am 23. März 1943 kam er, der kurz vor seinem Abtransport aus Berlin 75 Jahre alt geworden war, ums Leben.


Biografische Zusammenstellung

Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf

Weitere Quellen

Scheffler/Schulle: Buch der Erinnerung. Die ins Baltikum deportierten deutschen, österreichischen und tschechoslowakischen Juden“. München 2003, herausgegeben von Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.