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Leopold Simson

Stolperstein Leopold Simson © OTFW
VERLEGEORT
Landshuter Straße 35

BEZIRK/ORTSTEIL
Tempelhof-Schöneberg – Schöneberg
VERLEGEDATUM
25.05.2016

GEBOREN
29.06.1863
DEPORTATION
am 11.08.1942 nach Theresienstadt
ÜBERLEBT

Das Geburtstag von Leopold Simson ist am 26. Juni 1863 in Putzig bei Danzig geboren
Am 16. Juni 1898 heiratete er Martha Levèvre in Berlin. Er war Papiergroßhändler.
Sie hatten eine Tochter Lucie Henriette geboren am 28. Juli 1899 und einen Sohn Kurt geboren am 24. April 1901
Lucie Henriette hatte zwei Töchter namens Eva und Marianne geboren 1928 und 1929.
Kurt hatte einen Sohn Karl geboren 27. März 1926
Leopold und Martha Simson wohnten bis 1933 in der Lankwitzstraße 2-3 in Kreuzberg und ab dem 01. April 1933 in der Landshuter Straße 35.
Sobald Kurt sine Ausbildung abgeschlossen hatte, arbeitete er in der väterlichen Firma mit.
Kurts Frau trat in das Geschäft ein und wurde Angestellte der Firma. Im Jahre 1933 wurde Leopold Simson jedoch gezwungen seine Papieragentur- und Kommissionsfirma aufzugeben.
Kurt und seine Ehefrau, die einen schwedischen Vater hatte konnten dadurch 1938 nach Schweden emigrieren Sohn Karl war zu diesem Zeitpunkt 12 Jahre alt 1940 bekamen das Ehepaar Kurt und Marie noch die Tochter Monika.
Danach arbeitete er nur noch als Handelsvertreter für Papier. Was für einen finziellen und gesellschaftlichen Niedergang dies für die Famililie bedeutete ist leicht zu ermessen.

Am 11. August 1942 überführte der 41. Alterstransport auch Martha Simson und ihren Mann Leopold nach Theresienstadt. Dort überlebte sie knapp zwei Jahre unter den unmenschlichen Lebensbedingungen. Irgendwann aber war ihre Kraft aufgebraucht. Sie starb am 18. Juni 1944.
Ihr Mann überlebte die Torturen und kehrte zu seiner Familie zurück.
Am 31. Januar 1952 erhielt der Vater der Enkelin Dr. Marianne Fischer auf Anfrage einen Brief aus Prag, in dem man ihm mit Bedauern mitteilte, dass der Name seiner Schwiegermutter Martha Simson lediglich in den Krematoriumslisten aus Theresienstadt auftauchte. Demnach hatte die am 18 Juni 1944 Verstorbene die Sargnummer 24523. Eine genaue Identifizierung war aber zu diesem Zeitpunkt nicht möglich.


Biografische Zusammenstellung

Museum Tempelhof-Schöneberg nach Vorgaben von Frau Dr. Marianne Fischer (Enkelin)

Weitere Quellen

Fotos: Informationen der Enkelin; Briefe; Sonderstandesamt Bad Arolsen; Adressbücher Berlin; Volkszählungsdaten 1939