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Ilse Schönfeld (geb. Gross)

Stolperstein für Ilse Schönfeld © Dennis Basaldella
VERLEGEORT
Dahlmannstraße 30

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
VERLEGEDATUM
28.09.2016

GEBOREN
30.12.1922 in Berlin
DEPORTATION
am 06.03.1943 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Ilse Schönfeld, geb. Gross, war die Tochter von Siegmund und Paula Gross und wurde am 30. Dezember 1922 geboren.

Ilse Groß verließ 1937 die Schule ohne Zeugnis. Das geschah wohl kaum freiwillig. Es gibt eine Schüler-Karteikarte, aber ohne Zensureneintrag und ohne Hinweis darauf, ob und an welchem Religionsunterricht sie teilnahm.

Sie heiratete Hans Schönfeld, der am 24. August 1916 in Zürich geboren ist und Schweizer Staatsbürger war. Bei der Volkszählung 1939 war er wie Siegmund, Paula und Alfred Groß in der Wielandstrasse 43 gemeldet. Im Volkszählungsregister war aber auch als zeitweilige Adresse die Herbertstrasse 15 – das Familienheim Ochs, genannt: Ochs-Villa – in Grunewald angegeben.

Vermutlich arbeitete er dort. Dieses Haus wurde zwischen 1933 und 1939 von Emmi Ochs, der Adoptivtochter eines 1933 geflüchteten jüdischen Verlegers, als privates Wohnheim für überwiegend sehr alte jüdische Menschen, die sich häufig verstecken mussten, geführt.

Berl Schönfeld wurde als Sohn von Ilse und Hans Schönfeld am 26. Juli 1942 in Berlin geboren. Aber Hans Schönfeld hat seinen Sohn nicht mehr gesehen, er war bereits am 14. April 1942 in das Warschauer Ghetto deportiert worden. Sein Todesdatum ist unbekannt. Ilse und Berl Schönfeld mussten noch vor ihrer Deportation in das Haus Giesebrechtstraße 18 umziehen. Am 6. März 1943 wurde die Familie nach Auschwitz in das Vernichtungslager deportiert. Von ihnen allen ist das Todesdatum unbekannt.


Biografische Zusammenstellung

Franziska Eichstädt-Bohlig