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Rita Borck (geb. Türk)

Stolperstein Rita Borck Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka
Rita Borck Bild: Familienarchiv
VERLEGEORT
Jenaer Str. 11

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Wilmersdorf
VERLEGEDATUM
07.06.2017

GEBOREN
31.01.1886 in Posen / Poznań
DEPORTATION
am 24.10.1941 nach Łódź / Litzmannstadt
ERMORDET
15.11.1941 in Łódź / Litzmannstadt

Emil Borck wurde am 23. Oktober 1867 in Breslau geboren und war Kaufmann. Rita Borck, geb. Türk kam am 31. Januar 1886 in Posen zur Welt.

Seit ihrer Hochzeit wohnten sie in der Jenaer Straße 11. Im Mai 1939 wurde das Ehepaar zwangsweise in die Bamberger Straße 15 eingewiesen und unmittelbar vor der Deportation erneut „umgesiedelt“ und zwar in die Apostel-Paulus-Straße 6.

Das Ehepaar Borck hatte eine Tochter, Herta Natalie, die am 6. August 1906 geboren wurde. Sie heiratete Dr. Karl Georg Heymann und floh mit ihm 1934 nach Palästina. Später gingen beide berufsbedingt nach England. Sie versuchten im August 1939 – mit Hilfe des Deutsch-Jüdischen Hilfskomitees in London – die Eltern nach London zu holen. Das gelang aber nicht. Am 22. September 1943 wurde ihr Sohn Michael Bruno geboren.

Emil und Rita Borck wurden gemeinsam am 24. Oktober 1941 aus der Apostel-Paulus-Straße in das Ghetto Lodz – damals Litzmannstadt – deportiert. Rita Borck kam dort am 15. November 1941 um – also knapp drei Wochen nach der Deportation. Emil Borck wurde am 11. September 1942 in das ca. 60 Kilometer entfernte Todeslager Chelmno – damals Kulmhof – verschleppt und dort ermordet.

Für die Schwester von Dr. Georg Heymann, Charlotte Rosa Heymann, wurde ein Stolperstein in der Hektorstraße 3 verlegt.


Die Stolpersteine zum Gedenken an das Ehepaar Borck wurden auf Wunsch und in Anwesenheit von Michael Heymann (London) sowie seiner Frau Sarah am 7.6.2017 verlegt, unter Beteiligung zahlreicher Anwohner.

Biografische Zusammenstellung

Gisela Morel-Tiemann aufgrund von Informationen von Michael Heymann