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Gertrud Saul

Stolperstein Gertrud Saul Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka
VERLEGEORT
Richard-Strauß Straße 1-3

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Grunewald
VERLEGEDATUM
10.10.2017

GEBOREN
23.12.1811
DEPORTATION
am 26.10.1942 nach Riga
ERMORDET
29.10.1942

Edith Saul und Gertrud Saul waren Schwestern. Gertrud, die ältere der beiden, wurde am 23. Dezember 1881 und Edith am 6. Dezember 1890 geboren. Sie hatten einen Bruder namens Martin. Er wurde als mittleres Geschwisterkind am 5. August 1885 geboren. Die Eltern der drei Geschwister hießen Lisbeth und Emanuel Saul. Emanuel war Kaufmann.

Über den persönlichen und beruflichen Werdegang der beiden unverheirateten Schwestern ist nichts bekannt. Es gibt keine zugänglichen Dokumente, die Aufschluss über das Leben der Schwestern Saul geben könnten.

Sie wohnten als Untermieterinnen bei der einige Jahre jüngeren Eva Weinmann, für die an der selben Stelle ein Stolperstein verlegt wurde. Die Steine für Gertrud und Edith Saul wurden von Stephen Eisenstein gespendet. Stephen Eisenstein ist der in England lebende Enkel Eva Weinmanns, die selbst in der letzten Zeit vor ihrer Deportation in Berlin versteckt lebte.

Die 61jährige Gertrud und die 52jährige Edith mussten noch vor ihrer Deportation ihr Zuhause in der früheren Jagowstraße verlassen. Abgeholt und nach Riga verschleppt wurden sie am 26.Oktober 1942 aus der Nachodstraße 28.
Der in Breslau lebende Bruder Martin wurde 1943 von dort nach Theresienstadt deportiert, 1944 weiter nach Auschwitz, wo er am 9. Oktober desselben Jahres ermordet wurde.


Biografische Zusammenstellung

Recherche und Text: Karin Sievert

Weitere Quellen

- www.bundesarchiv.de/gedenkbuch
- Landesarchiv Berlin
- Deportationslisten
http://www.berlin.de/ba-charlottenb...