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Fritz Wangenheim

Stolperstein Fritz Wangenheim © OTFW
VERLEGEORT
Kurfürstendamm 101

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Halensee
VERLEGEDATUM
22.02.2019

GEBOREN
12.12.1900 in Berlin
FLUCHT
1939 Belgien
INTERNIERT
ab Juli 1942 bis zum 11.08.1942 in Mechelen
DEPORTATION
am 11.08.1942 von Mechelen nach Auschwitz
ERMORDET
04.09.1942 in Auschwitz

Fritz Wangenheim wurde 1900 als zweitältester Sohn von Selma und Martin Wangenheim geboren. In seiner Kindheit lebte er mit seinen Eltern und drei Brüdern im Haus Kurfürstendamm 101, sein Vater betrieb eine Lederhandlung in der Klosterstraße. Sein älterer Bruder Werner starb 1917 im ersten Weltkrieg. Sein Bruder Heinz wanderte nach Palästina aus. Fritz und sein Bruder Kurt wurden laut einem Brief ihres Vaters im Jahr 1938 festgenommen und nur unter der Bedingun freigelassen, dass sie augenblicklich Deutschland verließen. Kurt machte sich nach England auf, wo er nach Kriegsbeginn als "feindlicher Ausländer" interniert wurde. Fritz selbst schaffte es, nach Belgien zu fliehen, wurde dort nach der deutschen Besatzung in Mechelen interniert und am 4. September 1942 nach Auschwitz deportiert, wo er ermordet wurde. Seine Eltern Selma und Martin Wangenheim wurden 1939 gezwungen, die Wohnung am Kurfürstendamm aufzugeben und in eine sog. „Judenwohnung“ in der Klopstockstraße in Mitte zu ziehen. Von dort wurden sie am 29. Januar 1943 nach Theresienstadt deportiert. Unmittelbar nach der Ankunft starb sein Vater Martin Wangenheim dort, seine Mutter Selma Wangenheim überlebte ihren Mann um knapp 3 Monate und starb aufgrund der entsetzlichen Lagerbedingungen am 24. April 1943.


Biografische Zusammenstellung

Sophia Schmitz, Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin