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Anna Zuckermann (geb. Rawak)

Stolperstein Anna Zuckermann, Foto: OTFW 2019
VERLEGEORT
Witzlebenstr. 2

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
VERLEGEDATUM
22.02.2019

GEBOREN
03.12.1874 in Rawitsch / Rawicz
DEPORTATION
am 28.03.1942 nach Piaski
ERMORDET
in Piaski

Anna Zuckermann wurde am 3. Dezember 1874 als Tochter von Theodor David Tobias Rawak (auch Rawack) und seiner Frau Jettel geb. Brie in Rawitsch in der damaligen preußischen Provinz Posen geboren. Sie hatte sieben Geschwister, Max, Bruno, Elise, Gertrud, Ludwig, Julie und Betty.

Leider ist nur wenig von ihrem Leben bekannt. Wann die Familie Rawak nach Berlin kam, ist unbekannt. Man kann vermuten, dass dies in den 1920er Jahren war, nachdem infolge des Versailler Vertrages der polnische Staat am 8. November 1918 als „Zweite Polnische Republik“ wieder hergestellt wurde. Viele der damaligen jüdischen Bewohner, die sich als Preußen fühlten, unter dem zunehmenden Antisemitismus litten und nicht polnische Staatsbürger werden wollten, emigrierten damals in den Westen.

Ebenfalls nicht bekannt ist das Datum der Eheschließung von Anna Rawak mit Max Zuckermann, welche Berufe sie hatten und wo sie als Ehepaar wohnten. Sicher ist aber, dass Anna Zuckermann spätestens ab Anfang 1939 in der Witzlebenstraße 2 mit ihrer Schwester Betty, verheiratete Krohner, zusammenwohnte.

Anna Zuckermann wurde – wie ihre Schwester - am 28. März 1942 mit dem sog. „XI. Osttransport“ zusammen mit weiteren 972 jüdischen Berlinern und Berlinerinnen in das Ghetto Piaski deportiert und trotz ihrer 67 Jahre als „arbeitsfähig“ eingestuft. Wann genau und unter welchen Umständen sie dort ums Leben kam, ist nicht überliefert.


Der Stolperstein für Anna Zuckermann wurde vom Künstler Gunter Demnig am 22.Februar 2019 im Beisein von HausbewohnerInnen u. a. TeilnehmerInnen verlegt und von Familie Jürgen und Beate Simmer gespendet.

Biografische Zusammenstellung

Recherche und Text: Beate Simmer - ergänzt von Stolperstein-Initiative Charlottenburg--Wilmersdorf

Weitere Quellen

www.geni.com, Gedenkbuch des Bundesarchivs, Deportationslisten Berlin, Berliner Gedenkbuch der FU