Direkt zum Inhalt
Skip to content Skip to navigation

Irma Josefa Abarbanell (geb. Stransky)

Stolperstein Irma Josefa Abarbanell Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka
VERLEGEORT
Knesebeckstr. 32

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
VERLEGEDATUM
22.02.2019

GEBOREN
07.02.1882 in Prag
BERUF
Hutmacherin
DEPORTATION
am 14.11.1941 nach Minsk
ERMORDET
1941 in Minsk

Irma Abarbanell wurde als jüngstes von vier Geschwistern (Oskar, Melanie, Klementine und Irma) des Ehepaars Salomon Stransky und seiner ersten Frau Pauline Harpner am 7.2.1882 in Prag geboren. Drei Jahre später verstarb ihre Mutter und Salomon heiratete im folgenden Jahr erneut: Charlotte „Lotti“ Klineberger wurde seine zweite Frau. Mit ihr hatte er zwei Töchter: Margarete und Elsa Stransky.

Irma Stransky erlernte den Beruf der Hutmacherin und heiratete im September 1909 in Fulham, GB, den vier Jahre jüngeren Leopold Albert Abarbanell. Sie lebten in Stettin, dort wurden ihre drei Kinder Hans, Ruth und Peter Klaus Abarbanell geboren. In späteren Jahren zogen sie nach Berlin, wo sie in der Kaiserallee (heute Bundesallee) wohnten. Irma und Leopold zerstritten sich und ließen sich scheiden.

Irma zog mit ihren Kindern in die Knesebeckstrasse 32. Im Nebenhaus, Knesebeckstrasse 31, wohnte zur gleichen Zeit ihre Halbschwester Margarete Aronhold mit ihrem Mann Richard und der Tochter Doris Ingeborg. Für sie wurden dort Stolpersteine verlegt. https://www.berlin.de/ba-charlotten...

Irma Abarbanell wurde 1941 nach Minsk deportiert und dort ermordet. Ihren Kindern gelang die Flucht. Alle drei überlebten, auch Ruth, die in Amsterdam doch noch von den Nazis aufgegriffen und nach Theresienstadt deportiert wurde. Leopold starb in Berlin bei einem Bombenangriff.


Die Stolpersteine für Irma Abarbanell und ihre Kinder Hans, Ruth und Peter Klaus wurden vom Künstler Gunter Demnig am 22.2.2019 verlegt. Sie wurden von Olga Fraticelli-Thoumas (erste Frau von Peter Klaus Abarbanell), Evelyne Abarbanell-Stransky (Tochter von Peter Klaus Abarbanell), Sue Arns (Enkelin von Margarete Aronhold) und Eckart Aaron Arns gespendet, die an der Verlegung teilnahmen.

Biografische Zusammenstellung

Recherche und Text: Eckart Aaron Arne

Weitere Quellen