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Ellen Jordan

Stolperstein Ellen Jordan Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka
VERLEGEORT
Kantstr. 30

BEZIRK/ORTSTEIL
Charlottenburg-Wilmersdorf – Charlottenburg
VERLEGEDATUM
27.03.2015

GEBOREN
01.06.1921 in Berlin
BERUF
Arbeitsökonom
DEPORTATION
am 09.12.1942 nach Auschwitz
ERMORDET
in Auschwitz

Ellen Jordan, geboren am 1. Juni 1921 in Berlin war die Tochter aus der ersten Ehe von Luise Lichtwitz. Ihr Beruf wurde mit „Arbeitsökonom“ angegeben. Über ihren Vater ist nichts bekannt.
Sie hatte zur Zeit der Volkszählung 1939, in der Juden in einer besonderen Kartei erfasst wurden, in der Mommsenstraße 58 gewohnt. Nach der Heirat ihrer Mutter mit Max Lichtwitz zog sie wohl in deren gemeinsame Wohnung in der Kantstraße 30.

Ellen Jordan wurde zusammen mit ihrer Mutter Luise und dem Stiefvater Max Lichtwitz am 9. Dezember 1942 in einem Zug, in dem 994 Menschen zusammengepfercht wurden, vom Berliner Bahnhof Grunewald ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert. 898 von ihnen wurden in den Gaskammern von Birkenau ermordet. Da Ellen Jordan als 21jährige junge Frau auf der Deportationsliste noch als arbeitsfähig eingestuft wurde, gehörte sie vielleicht zu den 25 Frauen des Transports, die als Häftlinge in das Lager eingewiesen wurde. Überlebt hat sie jedoch die Haft nicht.


Dieser von Dr. Henry A. Foner (Jerusalem) und von der Stolpersteine-Initiative Charlottenburg-Wilmersdorf gespendete Stolperstein wurde am 27.März 2015 in Anwesenheit von Henry A. Foner (ehemals Heinz Lichtwitz) verlegt

Biografische Zusammenstellung

Recherche und Text: Karin Sievert

Weitere Quellen

- Angaben von Henry Foner
- Dokumentation: „Die Unsichtbaren - Wir wollen leben“ DVD
- Deportationslisten
- Peter Schneider: „KONRAD oder DIE LIEBE ZUR MUSIK“ (2000) - http://www.spiegel.de/spiegel/print...
- Wolfgang Benz: „Überleben im Dritten Reich: Juden im Untergrund und ihre Helfer“ S. 107
- https://www.yadvashem.org/yv/de/exh...