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Erwin Berner

Stolperstein Erwin Berner © Eric Strohmeier/ Museum Neukölln
Stolperstein Erwin Berner © Eric Strohmeier/ Museum Neukölln
VERLEGEORT
Sonnenallee 216

BEZIRK/ORTSTEIL
Neukölln – Neukölln
VERLEGEDATUM
18.09.2020

GEBOREN
07.12.1911 in Berlin
BERUF
Lehrling
ERMORDET
02.02.1933 in Berlin

Das Arbeiterkind Erwin Berner wächst in Neukölln auf, besucht dort die Volksschule und absolviert eine Lehre als Kürschner. Danach ist er arbeitslos.
Berner wird im Kommunistischen Jugendverband (KJVD) aktiv.
Am Abend des 2. Februar 1933 rottet sich eine Gruppe Männer der Sturmabteilung der NSDAP (SA) vor einem SPD-nahen Reichsbannerlokal in der Fuldastraße zusammen, um es zu stürmen. Der Wirt lässt die Jalousien herunter und ruft telefonisch die Polizei zu Hilfe. Aus den umliegenden Häusern und Kneipen strömen Arbeiter*innen herbei, um den bedrängten Genoss*innen beizustehen. Der SA-Mann Fritz Krause gibt sechs Schüsse in die Menge ab, eine davon trifft Erwin Berner tödlich. Die SA behauptet zunächst, vom Reichsbanner beschossen worden zu sein. Während der Beisetzung von Erwin Berner auf dem Friedhof der Sozialisten in Friedrichsfelde demonstrieren Tausende Antifaschisten – Sozialdemokraten, Kommunisten und Parteilose – für die Einheitsfront von SPD und KPD. Es ist eine der letzten legalen antifaschistischen Demonstrationen in Berlin. Der Todesschütze Krause wird identifiziert, festgenommen und nach sechs Wochen amnestiert. Nach seiner Freilassung erpresst er von den Belastungszeugen "Entschädigung" für seine Haftzeit.


Biografische Zusammenstellung

Wolf Dieter Mayer

Weitere Quellen

Hans-Rainer Sandvoß,Widerstand in Neukölln, 2. Aufl., Berlin 2019, S. 53f (=Band 4 der Schriftenreihe über den Widerstand in Berlin von 1933 bis 1945).