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Manfred Mendelsohn

Stolperstein in der Donaustraße 18. Foto: Eric Strohmeier-Wimmer
VERLEGEORT
Donaustr. 18

BEZIRK/ORTSTEIL
Neukölln – Neukölln
VERLEGEDATUM
10.12.2007

GEBOREN
27.04.1930 in Berlin
BERUF
Schüler
DEPORTATION
am 14.11.1941 nach Minsk
ERMORDET
in Minsk

Manfred Mendelsohn wurde am 27. April 1930 in Berlin geboren. Zusammen mit seinen Eltern Erna, geb. Schwersenz, und Adolf Mendelsohn wohnte er in der Donaustraße 18 in Berlin-Neukölln. Manfred besucht ab 1936 die Volksschule in der Boddinstraße, in der er der einzige Schüler jüdischer Herkunft war. In der Klasse selber wurde er nicht diskriminiert, aber außerhalb der Schule wurde Manfred von einer Gruppe Jungen umringt, die ihn als „Judenbengel“ beschimpften und verprügelten. Ab dem 15. November 1938 durften jüdische Kinder keine öffentlichen Schulen mehr besuchen und Manfred musste die Volksschule verlassen. Ab 1942 wurde auch der Besuch von jüdischen Schulen verboten.
Im Zuge der Deportationen der sogenannte „Welle V“ wurde der elfjährige Manfred Mendelsohn mit seiner gesamten Familie am 14. November 1941 in das Ghetto Minsk deportiert und dort ermordet.


Biografische Zusammenstellung

Eric Strohmeier-Wimmer

Weitere Quellen

Berlin – Minsk. Unvergessene Lebensgeschichten: Ein Gedenkbuch zur Erinnerung an die nach Minsk deportierten Berliner Jüdinnen und Juden; Berlin 2013.