Margarethe Zacharias geb. Herrmann

Verlegeort
Bleibtreustraße 17
Bezirk/Ortsteil
Charlottenburg
Verlegedatum
14. April 2015
Geboren
02. April 1885
Deportation
am 16. Juni 1943 nach Theresienstadt
Später deportiert
am 09. Oktober 1944 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Stolperstein für Margarethe Zacharias
    Stolperstein für Margarethe Zacharias; Foto: OTFW

    Stolperstein für Margarethe Zacharias; Foto: OTFW

Margarethe Zacharias geb. Herrmann (nicht zu verwechseln mit Margarete Zacharias, die im selben Haus wohnte) wurde am 2. April 1884 in Bütow (Pommern) geboren. Sie war von ihrem Mann geschieden und wohnte am Tag einer Volkszählung, dem 17.5.1939, in der Bleibtreustraße 17 in Charlottenburg. <br />
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Vor ihrer geplanten Deportation musste Margarethe Zacharias, wahrscheinlich weil die Nationalsozialisten ihre Wohnung beanspruchten und sie hinauswarfen, in die Oranienburger Straße 26 umziehen. Aus diesem Haus neben der Synagoge wurden zahlreiche jüdische Menschen, die dort wohnten, zur Deportation abtransportiert.<br />
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Am 16. Juni 1943 war Margarethe Zacharias unter den 429, die vom Berliner Güterbahnhof Moabit nach Theresienstadt in Böhmen ins Ghetto deportiert wurden. Auf der Deportationsliste war sie als „Schreibkraft bei Behörde (Gestapo IV D 1)“ eingetragen. Die meisten Insassen dieses Zuges waren Patientinnen und Patienten des Jüdischen Krankenhauses an der Iranischen Straße in Moabit, das an diesem Tag geräumt wurde. Mit 1600 Menschen aus Theresienstadt ist Margarethe Zacharias dann am 9. Oktober 1944 nach Auschwitz weiterdeportiert worden, wo sie ermordet wurde.<br />
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Margarethe Zacharias geb. Herrmann (nicht zu verwechseln mit Margarete Zacharias, die im selben Haus wohnte) wurde am 2. April 1884 in Bütow (Pommern) geboren. Sie war von ihrem Mann geschieden und wohnte am Tag einer Volkszählung, dem 17.5.1939, in der Bleibtreustraße 17 in Charlottenburg.

Vor ihrer geplanten Deportation musste Margarethe Zacharias, wahrscheinlich weil die Nationalsozialisten ihre Wohnung beanspruchten und sie hinauswarfen, in die Oranienburger Straße 26 umziehen. Aus diesem Haus neben der Synagoge wurden zahlreiche jüdische Menschen, die dort wohnten, zur Deportation abtransportiert.

Am 16. Juni 1943 war Margarethe Zacharias unter den 429, die vom Berliner Güterbahnhof Moabit nach Theresienstadt in Böhmen ins Ghetto deportiert wurden. Auf der Deportationsliste war sie als „Schreibkraft bei Behörde (Gestapo IV D 1)“ eingetragen. Die meisten Insassen dieses Zuges waren Patientinnen und Patienten des Jüdischen Krankenhauses an der Iranischen Straße in Moabit, das an diesem Tag geräumt wurde. Mit 1600 Menschen aus Theresienstadt ist Margarethe Zacharias dann am 9. Oktober 1944 nach Auschwitz weiterdeportiert worden, wo sie ermordet wurde.