Henriette Wolfsohn

Verlegeort
Brünnhildestr. 3
Bezirk/Ortsteil
Friedenau
Verlegedatum
16. Juli 2007
Geboren
31. Januar 1865
Beruf
Kauffrau / Putzmacherin
Zwangsarbeit
Putzfrau
Deportation
am 29. Juli 1942 nach Theresienstadt
Tot
20. August 1942 im Ghetto Theresienstadt
  • Henriette Wolfsohn 1927. Copyright: Eberhard Müller

    Henriette Wolfsohn 1927. Copyright: Eberhard Müller

  • Letztes Lebenszeichen von Henriette Wolfsohn vom 27.7.1942. Copyright: Eberhard Müller

    Letztes Lebenszeichen von Henriette Wolfsohn vom 27.7.1942. Copyright: Eberhard Müller

  • Letzte PostkartLetzte Postkarte von Henriette Wolfsohn vom 27.7.1942. Copyright: Eberhard Müller

    Letzte Postkarte von Henriette Wolfsohn vom 27.7.1942. Copyright: Eberhard Müller

Henriette Wolfsohn kam am 31. Januar 1865 in Tarnowitz/Oberschlesien (heute Tarnowskie Góry/Polen) zur Welt. <br />
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Sie hatte den Beruf der Putzmacherin gelernt und besaß bis 1935 in Berlin-Schöneberg (Friedenau) ein eigenes Corsagen (Corsets)-Geschäft in der Rheinstraße 13 in der Nähe der Kaisereiche. Im Oktober 1927 feierte sie ihr 25-jähriges Geschäftsjubiläum. Zunächst hatte sie eine Wohnung in der Rheinstraße nicht weit von ihrem Geschäft. Seit 1937 lebte sie, vermutlich aus finanziellen Gründen, in der Wohnung von Paula Guttmann (s. dort) in der Brünnhildestr. 3 in Friedenau zur Untermiete. <br />
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Anfang 1942 wurde sie in das Jüdische Olga-Stern-Altersheim in der Iranischen Straße 2 in Berlin-Wedding eingewiesen. Im Juli 1942 erging dann auch an sie die Aufforderung, sich für die Deportation bereitzuhalten. In der Vermögenserklärung ist in der Spalte „Beruf“ die Bezeichnung „Putzfrau“ vermerkt. Unmittelbar vor ihrem Abtransport und somit als letzte persönliche Mitteilung notierte sie auf einen Zettel: "Bin heute weggekommen. Herzliche Grüsse u. alles Gute. Eure Henriette."<br />
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Mit dem „43. Alterstransport“ wurde sie am 29. Juli 1942 vom S-Bahnhof Grunewald aus nach Theresienstadt deportiert. Dort verstarb die lt. Todesfallanzeige an einem „Darmcatarrh“ Leidende am 20. August 1942 um 21.00 Uhr an einer „Herzschwäche“.

Henriette Wolfsohn kam am 31. Januar 1865 in Tarnowitz/Oberschlesien (heute Tarnowskie Góry/Polen) zur Welt.

Sie hatte den Beruf der Putzmacherin gelernt und besaß bis 1935 in Berlin-Schöneberg (Friedenau) ein eigenes Corsagen (Corsets)-Geschäft in der Rheinstraße 13 in der Nähe der Kaisereiche. Im Oktober 1927 feierte sie ihr 25-jähriges Geschäftsjubiläum. Zunächst hatte sie eine Wohnung in der Rheinstraße nicht weit von ihrem Geschäft. Seit 1937 lebte sie, vermutlich aus finanziellen Gründen, in der Wohnung von Paula Guttmann (s. dort) in der Brünnhildestr. 3 in Friedenau zur Untermiete.

Anfang 1942 wurde sie in das Jüdische Olga-Stern-Altersheim in der Iranischen Straße 2 in Berlin-Wedding eingewiesen. Im Juli 1942 erging dann auch an sie die Aufforderung, sich für die Deportation bereitzuhalten. In der Vermögenserklärung ist in der Spalte „Beruf“ die Bezeichnung „Putzfrau“ vermerkt. Unmittelbar vor ihrem Abtransport und somit als letzte persönliche Mitteilung notierte sie auf einen Zettel: "Bin heute weggekommen. Herzliche Grüsse u. alles Gute. Eure Henriette."

Mit dem „43. Alterstransport“ wurde sie am 29. Juli 1942 vom S-Bahnhof Grunewald aus nach Theresienstadt deportiert. Dort verstarb die lt. Todesfallanzeige an einem „Darmcatarrh“ Leidende am 20. August 1942 um 21.00 Uhr an einer „Herzschwäche“.