Martha Schlomer geb. Schwerin

Verlegeort
Brünnhildestr. 3
Bezirk/Ortsteil
Friedenau
Verlegedatum
16. Juli 2007
Geboren
05. August 1862
Deportation
am 14. September 1942 nach Theresienstadt
Tot
24. September 1942 im Ghetto Theresienstadt
  • Stolperstein für Martha Schlomer. Copyright: MTS
    Stolperstein für Martha Schlomer. Copyright: MTS

    Stolperstein für Martha Schlomer. Copyright: MTS

Martha Schlomer, geb. Schwerin, wurde am 5. August 1862 in Posen (heute: Poznań) geboren. Sie war verwitwet und lebte bis 1941 in einer Wohnung in der Wormser Straße in Berlin-Schöneberg bzw. in der Solinger Straße 10 in Berlin-Tiergarten. Dann musste sie zwangsweise zur Untermiete in die Brünnhildestraße 3, Berlin-Schöneberg (Friedenau), umziehen und wohnte dort gemeinsam mit Paula Guttmann (s. dort) und Henriette Wolfsohn (s. dort) in Paula Guttmanns Wohnung. 1942 wurde sie in das Altersheim der Jüdischen Kultusvereinigung in der Gerlachstraße 18–21 in Berlin-Mitte eingewiesen.<br />
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Am 14. September 1942 mit dem „2. großen Alterstransport“ nach Theresienstadt deportiert, starb sie dort am 24. September 1942 um 16.00 Uhr, angeblich an einem „acute(n) Darmcatarrh“, wie es in der Todesfallanzeige heißt.<br />
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Die noch in ihrer letzten eigenen Wohnung in der Solinger Straße übrig gebliebenen Möbel von Martha Schlomer wurden ein halbes Jahr später von einem Altwarenhändler für 105,-- RM aufgekauft.

Martha Schlomer, geb. Schwerin, wurde am 5. August 1862 in Posen (heute: Poznań) geboren. Sie war verwitwet und lebte bis 1941 in einer Wohnung in der Wormser Straße in Berlin-Schöneberg bzw. in der Solinger Straße 10 in Berlin-Tiergarten. Dann musste sie zwangsweise zur Untermiete in die Brünnhildestraße 3, Berlin-Schöneberg (Friedenau), umziehen und wohnte dort gemeinsam mit Paula Guttmann (s. dort) und Henriette Wolfsohn (s. dort) in Paula Guttmanns Wohnung. 1942 wurde sie in das Altersheim der Jüdischen Kultusvereinigung in der Gerlachstraße 18–21 in Berlin-Mitte eingewiesen.

Am 14. September 1942 mit dem „2. großen Alterstransport“ nach Theresienstadt deportiert, starb sie dort am 24. September 1942 um 16.00 Uhr, angeblich an einem „acute(n) Darmcatarrh“, wie es in der Todesfallanzeige heißt.

Die noch in ihrer letzten eigenen Wohnung in der Solinger Straße übrig gebliebenen Möbel von Martha Schlomer wurden ein halbes Jahr später von einem Altwarenhändler für 105,-- RM aufgekauft.