Senta Hirsch geb. Schwarz

Verlegeort
Bülowstr. 4
Bezirk/Ortsteil
Schöneberg
Verlegedatum
10. November 2009
Geboren
03. Mai 1896
Zwangsarbeit
Arbeiterin (der Ferdinand Schuchhardt A. G., Köpenicker Str. 55)
Deportation
am 26. September 1942 nach Raasiku (b. Reval)
Ermordet
in Raasiku (b. Reval)
  • Stolperstein für Senta Hirsch. Copyright: MTS
    Stolperstein für Senta Hirsch. Copyright: MTS

    Stolperstein für Senta Hirsch. Copyright: MTS

Senta Hirsch, geb. Schwarz, wurde am 3. Mai 1896 in Berlin geboren. <br />
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Sie heiratete den um 26 Jahre älteren Architekten Paul Hirsch (s. dort); am 16. Dezember 1926 wurde ihr Sohn Heinz (s. dort) geboren. <br />
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Nach den Nürnberger Gesetzen galt sie ab 1935 mit zwei jüdischen und zwei nichtjüdischen Großeltern als sogenannte „Halbjüdin“, ihr Mann mit vier jüdischen Großeltern als „Volljude“. Auch ihr gemeinsamer Sohn Paul wurde mit drei jüdischen Großeltern zum „Volljuden“ erklärt.<br />
<br />
Zusammen mit ihrer Familie lebte Senta Hirsch in verschiedenen Wohnungen in Berlin-Schöneberg, Berlin-Steglitz, Berlin-Zehlendorf und wieder in Berlin-Schöneberg.<br />
<br />
Seit 1936/37 bis ca. 1940 bewohnten die Hirschs eine Wohnung im Seitenflügel der Bülowstr. 4 in Berlin-Schöneberg, in der Nähe des Nollendorfplatzes. Zum ersten Mal hatten sie hier keinen eigenen Telefonanschluss mehr. <br />
<br />
Wann genau und unter welchen Umständen Senta Hirsch mit ihrem Mann und Sohn in die Wartburgstr. 24 umzog, wissen wir nicht. Es wurde jedenfalls ihre letzte Adresse vor der Deportation. <br />
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Sie teilten die Wohnung mit zwei Ehepaaren, die jeweils eines der insgesamt vier Zimmer bewohnten, Moritz Müller und seine „arische“ Frau sowie Israel Gompertz und seine ebenfalls „arische“ Frau. Die Namen der Ehefrauen sind nicht bekannt.<br />
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Kurz vor ihrer Deportation wurde Senta Hirsch noch als Zwangsarbeiterin der Firma Ferdinand Schuchhardt, Berliner Fernsprech- und Telegraphen Werk A.G., Köpenicker Straße 55, zugeteilt. <br />
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Am 26. September 1942 wurde die 46-Jährige zusammen mit ihrem Mann und ihrem Sohn nach Raasiku/Estland deportiert. Die Umstände des Todes der Familie Hirsch sind ungewiss, die Daten ihrer Ermordung nicht bekannt.

Senta Hirsch, geb. Schwarz, wurde am 3. Mai 1896 in Berlin geboren.

Sie heiratete den um 26 Jahre älteren Architekten Paul Hirsch (s. dort); am 16. Dezember 1926 wurde ihr Sohn Heinz (s. dort) geboren.

Nach den Nürnberger Gesetzen galt sie ab 1935 mit zwei jüdischen und zwei nichtjüdischen Großeltern als sogenannte „Halbjüdin“, ihr Mann mit vier jüdischen Großeltern als „Volljude“. Auch ihr gemeinsamer Sohn Paul wurde mit drei jüdischen Großeltern zum „Volljuden“ erklärt.

Zusammen mit ihrer Familie lebte Senta Hirsch in verschiedenen Wohnungen in Berlin-Schöneberg, Berlin-Steglitz, Berlin-Zehlendorf und wieder in Berlin-Schöneberg.

Seit 1936/37 bis ca. 1940 bewohnten die Hirschs eine Wohnung im Seitenflügel der Bülowstr. 4 in Berlin-Schöneberg, in der Nähe des Nollendorfplatzes. Zum ersten Mal hatten sie hier keinen eigenen Telefonanschluss mehr.

Wann genau und unter welchen Umständen Senta Hirsch mit ihrem Mann und Sohn in die Wartburgstr. 24 umzog, wissen wir nicht. Es wurde jedenfalls ihre letzte Adresse vor der Deportation.

Sie teilten die Wohnung mit zwei Ehepaaren, die jeweils eines der insgesamt vier Zimmer bewohnten, Moritz Müller und seine „arische“ Frau sowie Israel Gompertz und seine ebenfalls „arische“ Frau. Die Namen der Ehefrauen sind nicht bekannt.

Kurz vor ihrer Deportation wurde Senta Hirsch noch als Zwangsarbeiterin der Firma Ferdinand Schuchhardt, Berliner Fernsprech- und Telegraphen Werk A.G., Köpenicker Straße 55, zugeteilt.

Am 26. September 1942 wurde die 46-Jährige zusammen mit ihrem Mann und ihrem Sohn nach Raasiku/Estland deportiert. Die Umstände des Todes der Familie Hirsch sind ungewiss, die Daten ihrer Ermordung nicht bekannt.