Arthur Mendel wurde am 29. August 1898 als Sohn von Margarethe Königsberger, verh. Mendel (*1874) und Meyer (Mayer) Mendel (*1867) in Berlin geboren. Seine Eltern hatten am 29. Oktober 1896 geheiratet, nachdem Margarethe mit ihrer Mutter und ihren Schwestern von Posen nach Berlin gezogen waren (siehe die Biografien von Helene und Martha Königsberger). Über Arthurs Vater ist nur bekannt, dass seine Eltern Adolf und Hanchen Mendel waren.
Die Ehe von Arthurs Eltern wurde 1903 geschieden, als Arthur fünf Jahre alt war. Meyer Mendel heiratete nur wenige Wochen später eine Frau namens Selma Breslauer. Ob Margarethe und Arthur nach der Scheidung zeitweilig bei Arthurs Tanten Helene und Martha in der Calvinstraße 26 in Moabit wohnten, ist nicht bekannt. Arthurs Mutter verstarb am 20. März 1915 im Alter von nur 41 Jahren. In den Beerdigungsunterlagen findet sich die Information, dass sie als Bürovorsteherin tätig war. Besteller ihrer Beisetzung war ihr Onkel Ferdinand. Arthur war damals 17 Jahre alt.
Über Arthur ist auch nur sehr wenig bekannt. Den Adress- und Fernsprechbücher der Zeit ist zu entnehmen, dass ein gewisser Arthur Mendel in der Spremberger Str. 9 wohnte und als Kaufman im Berliner Stadtteil Wilmersdorf tätig war. Sicher ist, dass Arthur Ende der 1930er Jahre bei seinen Tanten Helene und Martha gewohnt hat, denn auf der Ergänzungskarte im Rahmen der Volkszählung 1939 ist er zusammen mit den beiden in der Calvinstraße 26 als wohnhaft vermerkt.
Arthur Mendel wurde am 15. August 1942 nach Riga deportiert (18. Osttransport vom Güterbahnhof Berlin Moabit, Zugnummer Da 401). Nach der Ankunft auf dem Bahnhof Riga-Skirotava am 18. August 1942 wurden die Insassen in den Wäldern von Rumbula und Bikernieki ermordet.
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