Martha Rothholz geb. Bloch

Verlegeort
Friedbergstr. 7
Bezirk/Ortsteil
Charlottenburg
Verlegedatum
10. November 2013
Geboren
17. Oktober 1875
Deportation
am 27. November 1941 nach Riga
Ermordet
30. November 1941 in Riga
  • Martha Rothholz © OTFW
    Martha Rothholz © OTFW

    Martha Rothholz © OTFW

Martha Rothholz stammte aus Posen (heute: Poznań / Polen). Sie war am 17. Oktober 1875 als älteste Tochter des Rabbiners und Historikers Dr. Philipp Bloch und seiner Ehefrau Luise, geb. Feust, zur Welt gekommen. Nach dem Besuch einer „Höheren Töchter-Schule“ und des Seminars legte sie das Lehrerinnenexamen ab, blieb jedoch Zeit ihres Lebens Hausfrau.<br />
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Am 16. Oktober 1898 heiratete sie Dr. Julius Rothholz. Im Jahr 1901 erwarben die beiden mit Marthas Mitgift das Haus Friedbergstraße 7. Das Ehepaar hatte drei Kinder – Bertha (1900–1993), Alfred (1903–1994) und Therese (1906–1943) – und vier Enkel.<br />
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Dem Sohn Alfred gelang 1939 mit Ehefrau Käthe und Tochter Luisa die Flucht nach New York, wo er, der in Deutschland Ingenieur gewesen war, als Mechaniker arbeiten musste. Julius Rothholz floh, um seiner Verhaftung durch die Gestapo zu entgehen, am 2. Februar 1939 in den Tod.<br />
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Das nicht unbeträchtliche Vermögen der Witwe Martha Rothholz wurde beschlagnahmt und das Haus Friedbergstraße 7 enteignet. Von September 1941 an musste sie, wie so viele andere, den Judenstern tragen. Am 27. November 1941 deportierten die Nationalsozialisten Martha Rothholz zusammen mit etwa 730 weiteren Berliner Juden nach Riga. Am Morgen des 30. November 1941 wurde sie dort erschossen.<br />
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Die Tochter Therese, ihr Mann Franz Joseph Unger und ihr Sohn Heinz Joachim wurden im Jahr 1943 in Auschwitz und Sobibor ermordet. Bertha Platschek und ihre Familie indes konnten sich in Montevideo (Uruguay) ein neues Leben aufbauen. Ihr Sohn Karl machte in Venezuela und den USA Karriere als Ingenieur. Ihr Sohn Hans kehrte 1953 nach Deutschland zurück und erwarb sich einen Namen als Maler und Autor.

Martha Rothholz stammte aus Posen (heute: Poznań / Polen). Sie war am 17. Oktober 1875 als älteste Tochter des Rabbiners und Historikers Dr. Philipp Bloch und seiner Ehefrau Luise, geb. Feust, zur Welt gekommen. Nach dem Besuch einer „Höheren Töchter-Schule“ und des Seminars legte sie das Lehrerinnenexamen ab, blieb jedoch Zeit ihres Lebens Hausfrau.

Am 16. Oktober 1898 heiratete sie Dr. Julius Rothholz. Im Jahr 1901 erwarben die beiden mit Marthas Mitgift das Haus Friedbergstraße 7. Das Ehepaar hatte drei Kinder – Bertha (1900–1993), Alfred (1903–1994) und Therese (1906–1943) – und vier Enkel.

Dem Sohn Alfred gelang 1939 mit Ehefrau Käthe und Tochter Luisa die Flucht nach New York, wo er, der in Deutschland Ingenieur gewesen war, als Mechaniker arbeiten musste. Julius Rothholz floh, um seiner Verhaftung durch die Gestapo zu entgehen, am 2. Februar 1939 in den Tod.

Das nicht unbeträchtliche Vermögen der Witwe Martha Rothholz wurde beschlagnahmt und das Haus Friedbergstraße 7 enteignet. Von September 1941 an musste sie, wie so viele andere, den Judenstern tragen. Am 27. November 1941 deportierten die Nationalsozialisten Martha Rothholz zusammen mit etwa 730 weiteren Berliner Juden nach Riga. Am Morgen des 30. November 1941 wurde sie dort erschossen.

Die Tochter Therese, ihr Mann Franz Joseph Unger und ihr Sohn Heinz Joachim wurden im Jahr 1943 in Auschwitz und Sobibor ermordet. Bertha Platschek und ihre Familie indes konnten sich in Montevideo (Uruguay) ein neues Leben aufbauen. Ihr Sohn Karl machte in Venezuela und den USA Karriere als Ingenieur. Ihr Sohn Hans kehrte 1953 nach Deutschland zurück und erwarb sich einen Namen als Maler und Autor.