Ilse Brummer geb. Amandi

Verlegeort
Goßlerstr. 25
Bezirk/Ortsteil
Friedenau
Verlegedatum
28. Juni 2010
Geboren
09. März 1901
Deportation
am 01. März 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Stolperstein für Ilse Brummer. Copyright: MTS
    Stolperstein für Ilse Brummer. Copyright: MTS

    Stolperstein für Ilse Brummer. Copyright: MTS

Ilse Hildegard Ruth Brummer wurde am 9. März 1901 in Breslau aus Tochter von Sara und Benno Amandi geboren. Sie hatte zwei Brüder, die Gerhard und Günther hießen. Bevor sie Fritz Brummer kennenlernte, war sie mit einem Herrn Weissenberg verheiratet, der vermutlich bereits Ende der 20er Jahre verstarb. Aus dieser ersten Ehe ging der Sohn Horst Wolfgang hervor, der am 21. Juni 1922 in Berlin geboren wurde. <br />
Ilse Weissenberg arbeitete als Krankenschwester und heiratete am 17. April 1935 den Allgemeinmediziner Dr. Fritz Brummer. Zu dritt lebten sie in der Goßlarstraße 25 in Berlin Friedenau, hier hatte Fritz Brummer auch seine Praxis. Wie viele andere jüdische Männer wurde auch Fritz Brummer nach der "Reichskristallnacht" von den Nationalsozialisten festgenommen und im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Nach seiner Freilassung im Dezember 1938 nahm er seine Arbeit wieder auf, die er nach der Aberkennung der Approbation nur noch unter dem Titel "Krankenbehandler" in seiner Praxis ausschließlich für jüdische Patienten anbieten durfte. <br />
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Die zunehmenden Repressionen durch die Nationalsozialisten zwangen das Paar im Jahr 1942 in die Kleiststraße 29 umzuziehen. Am 1. März 1943 wurden sie nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. <br />
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Der Sohn Horst Wolfgang konnte ab 1937 im Untergrund die folgenden acht Jahre lang versteckt bleiben. Er überlebte und wanderte nach dem Krieg mit seiner Frau Susanne in die USA aus.<br />

Ilse Hildegard Ruth Brummer wurde am 9. März 1901 in Breslau aus Tochter von Sara und Benno Amandi geboren. Sie hatte zwei Brüder, die Gerhard und Günther hießen. Bevor sie Fritz Brummer kennenlernte, war sie mit einem Herrn Weissenberg verheiratet, der vermutlich bereits Ende der 20er Jahre verstarb. Aus dieser ersten Ehe ging der Sohn Horst Wolfgang hervor, der am 21. Juni 1922 in Berlin geboren wurde.
Ilse Weissenberg arbeitete als Krankenschwester und heiratete am 17. April 1935 den Allgemeinmediziner Dr. Fritz Brummer. Zu dritt lebten sie in der Goßlarstraße 25 in Berlin Friedenau, hier hatte Fritz Brummer auch seine Praxis. Wie viele andere jüdische Männer wurde auch Fritz Brummer nach der "Reichskristallnacht" von den Nationalsozialisten festgenommen und im KZ Sachsenhausen inhaftiert. Nach seiner Freilassung im Dezember 1938 nahm er seine Arbeit wieder auf, die er nach der Aberkennung der Approbation nur noch unter dem Titel "Krankenbehandler" in seiner Praxis ausschließlich für jüdische Patienten anbieten durfte.

Die zunehmenden Repressionen durch die Nationalsozialisten zwangen das Paar im Jahr 1942 in die Kleiststraße 29 umzuziehen. Am 1. März 1943 wurden sie nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.

Der Sohn Horst Wolfgang konnte ab 1937 im Untergrund die folgenden acht Jahre lang versteckt bleiben. Er überlebte und wanderte nach dem Krieg mit seiner Frau Susanne in die USA aus.