Charlotte Gundelfinger geb. Pincus

Verlegeort
Hohenzollerndamm 35 a
Bezirk/Ortsteil
Wilmersdorf
Verlegedatum
06. Oktober 2016
Geboren
03. August 1888
Schicksal unbekannt
  • Stolperstein Charlotte Gundelfinger Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka
    Stolperstein Charlotte Gundelfinger Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

    Stolperstein Charlotte Gundelfinger Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka

  • Todesanzeigen Paul Gundelfinger Bild: Berliner Tageblatt 25.3.1916
    Todesanzeigen Paul Gundelfinger Bild: Berliner Tageblatt 25.3.1916

    Todesanzeigen Paul Gundelfinger Bild: Berliner Tageblatt 25.3.1916

  • Todesanzeige Peter Gundelfinger Bild: Berliner Tageblatt 6.7.1921
    Todesanzeige Peter Gundelfinger Bild: Berliner Tageblatt 6.7.1921

    Todesanzeige Peter Gundelfinger Bild: Berliner Tageblatt 6.7.1921

Charlotte Gundelfinger geb. Pincus wurde am 3. August 1888 in Berlin geboren. Sie war Bankprokuristin und die Frau des Rechtsanwalts Paul Gundelfinger, der am Landgericht I zugelassen war. Zunächst wohnten sie in der Meinekestraße 20, während er seine Kanzlei an der Potsdamer Straße 138 hatte. Aus der Ehe ging der Sohn Peter hervor, der 1902 geboren wurde.<br />
<br />
Paul Gundelfinger fiel im Ersten Weltkrieg, wie einer Todesanzeige im Berliner Tageblatt vom 25.3.1916 zu entnehmen ist. „Am 16. März fiel für das Vaterland mein geliebter Mann, meines Jungens guter Vater, unser lieber Sohn, Schwiegersohn und Schwager Rechtsanwalt Paul Gundelfinger Unteroffizier der Landwehr. ...“ <br />
<br />
Nach dem Tod ihres Mannes zog Charlotte Gundelfinger mit ihrem Sohn in die Berliner Straße 168. <br />
<br />
Ein weiterer Schicksalsschlag traf sie, als der Sohn fünf Jahre später im Alter von 19 Jahren nach einer schweren Krankheit ebenfalls starb. <br />
<br />
Charlotte Gundelfinger scheint noch eine Weile versteckt gelebt zu haben, wie aus einer Anmerkung in der Minderheiten-Volkszählung vom 17.Mai 1939 hervorgeht. Damals war sie am Hohenzollerndamm 35 a gemeldet. Wann und wo sie ums Leben gekommen ist, ist nicht dokumentiert. Sie wurde im August 1942 für tot erklärt. Jedenfalls war sie ein Opfer der Judenverfolgung der Nationalsozialisten.<br />
<br />
Ihre Schwester Margarete Bonwitt, geb. Pincus, hat 1951 und 1955 aus New York (USA) Entschädigungsanträge für beschlagnahmtes Bargeld und eingezogene Wertpapiere sowie für Gold, Silber, Schmuck gestellt. Außerdem beanspruchte sie Wiedergutmachung für das geraubte Mobiliar, Ölgemälde und andere Kunst- und Kulturgüter, zu denen sie keine näheren Angaben machte.

Charlotte Gundelfinger geb. Pincus wurde am 3. August 1888 in Berlin geboren. Sie war Bankprokuristin und die Frau des Rechtsanwalts Paul Gundelfinger, der am Landgericht I zugelassen war. Zunächst wohnten sie in der Meinekestraße 20, während er seine Kanzlei an der Potsdamer Straße 138 hatte. Aus der Ehe ging der Sohn Peter hervor, der 1902 geboren wurde.

Paul Gundelfinger fiel im Ersten Weltkrieg, wie einer Todesanzeige im Berliner Tageblatt vom 25.3.1916 zu entnehmen ist. „Am 16. März fiel für das Vaterland mein geliebter Mann, meines Jungens guter Vater, unser lieber Sohn, Schwiegersohn und Schwager Rechtsanwalt Paul Gundelfinger Unteroffizier der Landwehr. ...“

Nach dem Tod ihres Mannes zog Charlotte Gundelfinger mit ihrem Sohn in die Berliner Straße 168.

Ein weiterer Schicksalsschlag traf sie, als der Sohn fünf Jahre später im Alter von 19 Jahren nach einer schweren Krankheit ebenfalls starb.

Charlotte Gundelfinger scheint noch eine Weile versteckt gelebt zu haben, wie aus einer Anmerkung in der Minderheiten-Volkszählung vom 17.Mai 1939 hervorgeht. Damals war sie am Hohenzollerndamm 35 a gemeldet. Wann und wo sie ums Leben gekommen ist, ist nicht dokumentiert. Sie wurde im August 1942 für tot erklärt. Jedenfalls war sie ein Opfer der Judenverfolgung der Nationalsozialisten.

Ihre Schwester Margarete Bonwitt, geb. Pincus, hat 1951 und 1955 aus New York (USA) Entschädigungsanträge für beschlagnahmtes Bargeld und eingezogene Wertpapiere sowie für Gold, Silber, Schmuck gestellt. Außerdem beanspruchte sie Wiedergutmachung für das geraubte Mobiliar, Ölgemälde und andere Kunst- und Kulturgüter, zu denen sie keine näheren Angaben machte.