Wilhelm Leist

Verlegeort
Huttenstraße 12
Bezirk/Ortsteil
Moabit
Verlegedatum
2003
Geboren
02. Januar 1899
Beruf
Werkzeugmacher
Verhaftet
1933 in Berlin
Verhaftet
1944 in Berlin
Hingerichtet
10. April 1945 in Berlin-Plötzensee
  • Fotografie von Wilhelm Leist
    Fotografie von Wilhelm Leist © Gedenkstätte Deutscher Widerstand

    Fotografie von Wilhelm Leist © Gedenkstätte Deutscher Widerstand

  • Stolperstein für Wilhelm Leist
    Stolperstein für Wilhelm Leist. Foto: Siemens AG, Gasturbinenwerk Berlin

    Stolperstein für Wilhelm Leist. Foto: Siemens AG, Gasturbinenwerk Berlin

Wilhelm Leist wird am 2. Januar 1899 in Berlin geboren. Nach der Volksschule beginnt er eine Lehre als Dreher und arbeitet anschließend als Geselle. Im Ersten Weltkrieg gerät er in Kriegsgefangenschaft, aus der er erst im September 1919 entlassen wird. 1920 heiratet er Anna Rittig, aus der Ehe gehen drei Kinder hervor. Wilhelm Leist, der vor 1933 der KPD angehört und gewerkschaftlich im Deutschen Metallarbeiterverband organisiert ist, ist erklärter Gegner des Nationalsozialismus. Bereits 1933 zeitweilig festgenommen, gründet er nach der Entlassung aus der Haft eine betriebliche Widerstandsgruppe an seinem Arbeitsplatz, der Turbinenfabrik der AEG in der Huttenstraße. Er wird als einer der ersten der Betriebsgruppe bereits im November 1944 festgenommen, wahrscheinlich werden durch Misshandlungen durch die Gestapo Aussagen zu seinen Kollegen von ihm erpresst. Am 7. März 1945 wird Wilhelm Leist in die Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 eingeliefert, wo auch schon viele seiner Kollegen auf ihren Prozess warten, der am 20. und 21. März vor dem Kammergericht Berlin stattfindet. Wilhelm Leist wird zum Tode verurteilt und am 10. April 1945 in Plötzensee ermordet.

Wilhelm Leist wird am 2. Januar 1899 in Berlin geboren. Nach der Volksschule beginnt er eine Lehre als Dreher und arbeitet anschließend als Geselle. Im Ersten Weltkrieg gerät er in Kriegsgefangenschaft, aus der er erst im September 1919 entlassen wird. 1920 heiratet er Anna Rittig, aus der Ehe gehen drei Kinder hervor. Wilhelm Leist, der vor 1933 der KPD angehört und gewerkschaftlich im Deutschen Metallarbeiterverband organisiert ist, ist erklärter Gegner des Nationalsozialismus. Bereits 1933 zeitweilig festgenommen, gründet er nach der Entlassung aus der Haft eine betriebliche Widerstandsgruppe an seinem Arbeitsplatz, der Turbinenfabrik der AEG in der Huttenstraße. Er wird als einer der ersten der Betriebsgruppe bereits im November 1944 festgenommen, wahrscheinlich werden durch Misshandlungen durch die Gestapo Aussagen zu seinen Kollegen von ihm erpresst. Am 7. März 1945 wird Wilhelm Leist in die Gestapo-Abteilung des Zellengefängnisses Lehrter Straße 3 eingeliefert, wo auch schon viele seiner Kollegen auf ihren Prozess warten, der am 20. und 21. März vor dem Kammergericht Berlin stattfindet. Wilhelm Leist wird zum Tode verurteilt und am 10. April 1945 in Plötzensee ermordet.