Gustav Lefeber

Verlegeort
Ifflandstr. 2
Bezirk/Ortsteil
Mitte
Verlegedatum
2007
Geboren
07. August 1888
Deportation
am 02. März 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Gustav Lefeber © OTFW
    Gustav Lefeber © OTFW

    Gustav Lefeber © OTFW

Gustav Lefeber wurde am 7. August 1888 geboren. Er diente während des Ersten Weltkrieges als Frontsoldat in der Deutschen Armee und bekam dafür eine Medaille. Seine Frau Margarete Lefeber (geborene Hillel) wurde am 19. September 1896 ebenfalls in Berlin geboren.<br />
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Sie lebten in der Wiener Theater Straße 13 (heute Ifflandstraße 12) und hatten im oberen Stockwerk eine kleine Werkstatt für Leinenstickerei, in der sie acht Mitarbeiter beschäftigten. Sie liebten Berlin und das kulturelle Leben. Sie verreisten über die Wochenenden, trafen Freunde und erfreuten sich an der Stimmung und dem Lebensstil in Deutschland – ihrer Heimat. Sie hatten zwei Kinder: Hans (meinen Vater, geboren 1925) und seine Schwester Margarete (geboren 1926).<br />
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Nach der Reichskristallnacht zwang man sie, ihr Haus zu verlassen. Sie wurden mit drei anderen Familien in einer kleinen Wohnung untergebracht. 1938 verließen beide Kinder Deutschland und gingen nach Palästina (heute Israel). Sie sollten dort bei entfernten Verwandten leben, bis ihre Eltern nachkommen könnten. Letzten Endes konnten die Eltern Deutschland nicht verlassen und die zwölf- und dreizehnjährigen Kinder sahen ihre Eltern nie wieder. Margarete und Gustav Lefeber wurden 1943 von der Bahnstation Grunewald aus nach Auschwitz deportiert und dort umgehend ermordet, weil sie Juden waren. Die Tatsache, dass sie seit vielen Generationen loyale Staatsbürger waren, half ihnen nicht zu überleben. Gustav Lefeber wurde 55 und Margarete Lefeber 47 Jahre alt.

Gustav Lefeber wurde am 7. August 1888 geboren. Er diente während des Ersten Weltkrieges als Frontsoldat in der Deutschen Armee und bekam dafür eine Medaille. Seine Frau Margarete Lefeber (geborene Hillel) wurde am 19. September 1896 ebenfalls in Berlin geboren.

Sie lebten in der Wiener Theater Straße 13 (heute Ifflandstraße 12) und hatten im oberen Stockwerk eine kleine Werkstatt für Leinenstickerei, in der sie acht Mitarbeiter beschäftigten. Sie liebten Berlin und das kulturelle Leben. Sie verreisten über die Wochenenden, trafen Freunde und erfreuten sich an der Stimmung und dem Lebensstil in Deutschland – ihrer Heimat. Sie hatten zwei Kinder: Hans (meinen Vater, geboren 1925) und seine Schwester Margarete (geboren 1926).

Nach der Reichskristallnacht zwang man sie, ihr Haus zu verlassen. Sie wurden mit drei anderen Familien in einer kleinen Wohnung untergebracht. 1938 verließen beide Kinder Deutschland und gingen nach Palästina (heute Israel). Sie sollten dort bei entfernten Verwandten leben, bis ihre Eltern nachkommen könnten. Letzten Endes konnten die Eltern Deutschland nicht verlassen und die zwölf- und dreizehnjährigen Kinder sahen ihre Eltern nie wieder. Margarete und Gustav Lefeber wurden 1943 von der Bahnstation Grunewald aus nach Auschwitz deportiert und dort umgehend ermordet, weil sie Juden waren. Die Tatsache, dass sie seit vielen Generationen loyale Staatsbürger waren, half ihnen nicht zu überleben. Gustav Lefeber wurde 55 und Margarete Lefeber 47 Jahre alt.