Hildegard Abraham geb. Stahl

Verlegeort
Jenaer Str. 19
Bezirk/Ortsteil
Wilmersdorf
Verlegedatum
05. Oktober 2021
Geboren
26. September 1916
Beruf
Stenotypistin
Deportation
am 03. Februar 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Hildegard und Herbert Abraham am Tag ihrer Trauung auf dem Balkon in der Jenaer Straße 19 (Foto aus Privatbesitz)
    Hildegard und Herbert Abraham am Tag ihrer Trauung auf dem Balkon in der Jenaer Straße 19 (Foto aus Privatbesitz)

    Hildegard und Herbert Abraham am Tag ihrer Trauung auf dem Balkon in der Jenaer Straße 19 (Foto aus Privatbesitz)

  • Stolperstein für Hildegard Abraham (Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka)
    Stolperstein für Hildegard Abraham (Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka)

    Stolperstein für Hildegard Abraham (Bild: Stolpersteine-Initiative CW, Hupka)

Hildegard Stahl war die Tochter des Diplomingenieurs und Patentanwalts Carl Stahl und seiner Ehefrau Adele geb. Löwenthal. Sie kam am 26. September 1916 als einziges Kind ihrer Eltern in Essen auf die Welt.<br />
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Vermutlich Mitte der 20er Jahre zog Familie Stahl nach Berlin, wo Hildegard eine Ausbildung zur Stenotypistin machte. Von 1927 bis 1934 war Carl Stahl als Haushaltsvorstand in der Laubacher Straße 37 gemeldet, 1935 zogen die Stahls in die Jenaer Straße 19, vermutlich in jene 5-Zimmerwohnung, in der Hildegard am 26. April 1940 die Hochzeit mit Herbert Abraham feierte.<br />
<br />
Anfang 1941 mussten Herbert, Hildegard, Carl und Adele Stahl ihre Wohnung innerhalb kürzester Zeit verlassen, nachdem sie zuvor alle Gegenstände von Wert, wie Schmuck und Tafelsilber, hatten abgeben müssen. Sie wurden zunächst nach Lichterfelde in den Tietzenweg 54 eingewiesen, Ende 1942 erfolgte die Umsetzung in die Hufelandstraße 10 zur Untermiete bei Moses. Hildegards Eltern Carl und Adele Stahl hatten bis September 1942 ebenfalls unter dieser Adresse gewohnt. Von dort waren sie nach Raasiku deportiert worden.<br />
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Am 3. Februar 1943 wurden Herbert und Hildegard Abraham mit dem „28. Osttransport“ in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Ob sie noch als arbeitsfähig eingestuft und somit zur Zwangsarbeit herangezogen wurden, oder ob sie sofort nach Ankunft ermordet wurden, ist nicht bekannt.

Hildegard Stahl war die Tochter des Diplomingenieurs und Patentanwalts Carl Stahl und seiner Ehefrau Adele geb. Löwenthal. Sie kam am 26. September 1916 als einziges Kind ihrer Eltern in Essen auf die Welt.

Vermutlich Mitte der 20er Jahre zog Familie Stahl nach Berlin, wo Hildegard eine Ausbildung zur Stenotypistin machte. Von 1927 bis 1934 war Carl Stahl als Haushaltsvorstand in der Laubacher Straße 37 gemeldet, 1935 zogen die Stahls in die Jenaer Straße 19, vermutlich in jene 5-Zimmerwohnung, in der Hildegard am 26. April 1940 die Hochzeit mit Herbert Abraham feierte.

Anfang 1941 mussten Herbert, Hildegard, Carl und Adele Stahl ihre Wohnung innerhalb kürzester Zeit verlassen, nachdem sie zuvor alle Gegenstände von Wert, wie Schmuck und Tafelsilber, hatten abgeben müssen. Sie wurden zunächst nach Lichterfelde in den Tietzenweg 54 eingewiesen, Ende 1942 erfolgte die Umsetzung in die Hufelandstraße 10 zur Untermiete bei Moses. Hildegards Eltern Carl und Adele Stahl hatten bis September 1942 ebenfalls unter dieser Adresse gewohnt. Von dort waren sie nach Raasiku deportiert worden.

Am 3. Februar 1943 wurden Herbert und Hildegard Abraham mit dem „28. Osttransport“ in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Ob sie noch als arbeitsfähig eingestuft und somit zur Zwangsarbeit herangezogen wurden, oder ob sie sofort nach Ankunft ermordet wurden, ist nicht bekannt.