Viktoria Neumann geb. Sabatier

Verlegeort
Karl-Marx-Straße 169
Historischer Name
Bergstr. 134
Bezirk/Ortsteil
Neukölln
Verlegedatum
27. Oktober 2010
Geboren
07. Februar 1907
Beruf
Schneider- und Modistenmeisterin
Deportation
am 28. Juni 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Stolperstein für Viktoria Neumann.
    Stolperstein für Viktoria Neumann. Foto: OTFW.

    Stolperstein für Viktoria Neumann. Foto: OTFW.

Viktoria Neumann, geb. Sabatier wurde am 7. Februar 1907 in Wien geboren. Von Beruf war sie Schneider- und Modistenmeisterin. Am 10. Juni 1937 heiratete sie den am 5. Dezember 1897 im damals westpreußischen Culmsee/Chełmża geborenen Kaufmann Hermann Hirsch Neumann im Rathaus Neukölln. Ihre gemeinsame Tochter Edith kam im Februar 1938 zur Welt. Die Familie lebte in einer 2-Zimmerwohnung im Gartenhaus der damaligen Bergstraße 134, der heutigen Karl-Marx-Str. 169. Hermann Neumann war bis etwa 1938 Einkäufer und Abteilungsleiter des Seiden und Wollstofflagers des Kaufhauses Paul Held Nachf. Später gründete das Ehepaar Neumann eine Firma für Wäscheversand. Spätestens ab Mai 1943 war Hermann Neumann dann als Zwangsarbeiter im Reichsbahnbautrupp verpflichtet. Im gleichen Monat zog die Familie zur Untermiete nach Berlin-Friedrichshain in die Proskauer Strasse 20. Am 24. Juni 1943 wurden Hermann Neumann, seine Frau Viktoria und die fünfjährige Edith in das Sammellager in der Großen Hamburger Straße gebracht. Vier Tage später wurden sie mit insgesamt 310 Personen ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Ein letzter Kartengruß Viktoria Neumanns erreichte ihre Angehörigen aus Pless/Pszczyna, dem letzten Bahnhof vor Auschwitz.

Viktoria Neumann, geb. Sabatier wurde am 7. Februar 1907 in Wien geboren. Von Beruf war sie Schneider- und Modistenmeisterin. Am 10. Juni 1937 heiratete sie den am 5. Dezember 1897 im damals westpreußischen Culmsee/Chełmża geborenen Kaufmann Hermann Hirsch Neumann im Rathaus Neukölln. Ihre gemeinsame Tochter Edith kam im Februar 1938 zur Welt. Die Familie lebte in einer 2-Zimmerwohnung im Gartenhaus der damaligen Bergstraße 134, der heutigen Karl-Marx-Str. 169. Hermann Neumann war bis etwa 1938 Einkäufer und Abteilungsleiter des Seiden und Wollstofflagers des Kaufhauses Paul Held Nachf. Später gründete das Ehepaar Neumann eine Firma für Wäscheversand. Spätestens ab Mai 1943 war Hermann Neumann dann als Zwangsarbeiter im Reichsbahnbautrupp verpflichtet. Im gleichen Monat zog die Familie zur Untermiete nach Berlin-Friedrichshain in die Proskauer Strasse 20. Am 24. Juni 1943 wurden Hermann Neumann, seine Frau Viktoria und die fünfjährige Edith in das Sammellager in der Großen Hamburger Straße gebracht. Vier Tage später wurden sie mit insgesamt 310 Personen ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Ein letzter Kartengruß Viktoria Neumanns erreichte ihre Angehörigen aus Pless/Pszczyna, dem letzten Bahnhof vor Auschwitz.