- Verlegeort
- Käthe-Niederkirchner-Straße 7
- Historischer Name
- Lippehner Straße 7
- Bezirk/Ortsteil
- Prenzlauer Berg
- Verlegedatum
-
11. Mai 2025
- Geboren
- 31. Juli 1882 in Stolp (Pommern) / Słupsk
- Beruf
- Geschäftsfrau
- Deportation
- am 14. Dezember 1942 von Berlin in das KZ Auschwitz
-
Ermordet
- im KZ Auschwitz
Fanny Wolff geb. Rosenberg
Fanny wurde am 31. Juli 1882 in Stolp/Pommern in einer jüdischen Familie geboren. Ihre Eltern waren Wilhelm und Luise Rosenberg. Die Familie zog nach Berlin, ihre Adresse war zuerst die Immanuelkirchstr. 29.
Fanny wurde Inhaberin eines Hutgeschäftes.
Am 9. Februar 1907 heirateten Fanny und der Kaufmann Jakob Wolff.
Ihre Adresse war in der Winsstr. 5. Jakobs Tochter Elwira war ca. drei Jahre alt.
Am 22. Januar 1908 wurde ihr Sohn Rudi Wilhelm geboren am, sie wohnten zu dieser Zeit in der Immanuelkirchstr. 27.
Rudi heiratet am 16. März 1934 Ruth Gerta Altmann. Sie bekamen am 23. Februar 1939 eine Tochter.
Rudi starb am 6. Februar 1943 in Wilmersdorf.
Als drittes Kind wurde am 31. Dezember 1910 Tochter Marga geboren und das vierte Kind war Tochter Gerda, sie wurde am 17. Juni 1913 geboren.
1928 war ihre Adresse die Greifswalder Str. 221/223.
Ab 30. April 1939 galt das Gesetz über Mietverhältnisse mit Juden. Daraus ergab sich vermutlich der Umzug zur Verwandtschaft (zu Therese Neumann, geb. Wolff) in die Lippehner Str. 7.
Es ist davon auszugehen, dass die Lippehner Str. 7 der letzte selbstgewählte Wohnort war. Das gilt auch für die schon erwachsenen Töchter, die zuletzt bei der Mutter wohnten.
Jakob starb am 6. April 1940 im Jüdischen Krankenhaus an Herzmuskelschwäche und Lungenentzündung.
Sein letzter Wohnort war in der Lippehner Straße 7.
Nach Jakobs Tod erhielten Fanny und ihre Töchter Zwangseinweisungen.
Fanny und ihre Töchter Marga und Gerda wohnten seit dem 20. Oktober 1940 gemeinsam in einem Zimmer in der C2 Kaiser Wilhelm Straße 32 bei Leon Weschler. Das Haus, heute Rosa-Luxemburg-Str. 17, war ein Zwangsraum.
Fanny, Marga und Gerda Wolff wurden zusammen am 14. Dezember 1942 mit dem 25. Osttransport nach Auschwitz deportiert und ermordet.
In der Vermögenserklärung gab Fanny keine Arbeitsstelle an.
Ihr Besitz, der Erlös aus der Vermögensverwertung, für das Mobiliar 138,00 RM und ein Guthaben 87,30 RM, fiel dem Deutschen Reich zu.
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