- Verlegeort
- Käthe- Niederkirchner-Straße 7
- Historischer Name
- Lippehner Straße 7
- Bezirk/Ortsteil
- Prenzlauer Berg
- Verlegedatum
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11. Mai 2025
- Geboren
- 06. Januar 1864 in Konitz (Westpreußen) / Chojnice
- Beruf
- Buchhalter
- Deportation
- am 04. November 1942 von Berlin in das Ghetto Theresienstadt
-
Ermordet
- 15. November 1942 im Ghetto Theresienstadt
Walter Gottfeldt
Walter wurde am 6. Januar 1864 in einer jüdischen Familie in Konitz (poln. Chojnice)/Westpreußen geboren.
Sein Vater Adolf Gottfeldt und seine Mutter Rosalie Gottfeldt, geb. Arendt, verließen mit ihren drei Kindern den Ort und fuhren am 15. Juni 1864 mit dem Schiff „Elbe“ von Hamburg nach New York, mit Emma, Jenny und dem 5 Monate alten Walter.
In New York wurde am 13. Juni 1866 Betty (Rebecca) geboren und vor 1870 Sarah.
Die Volkszählung in New York 1870 verzeichnete die Familie mit ihren fünf Kindern. Ihr Wohnort wird mit Brooklyn Ward 16, Kings angegeben. Ad’s (Adolf) Berufsbezeichnung „Segar Maker“ könnte Zigarrenmacher/Frischmacher heißen. Walters Schwester Jenny heiratete in New York und blieb wahrscheinlich in den USA.
Wer aus der Familie Gottfeldt außer Walter, seinen Eltern und später Betty, aus den USA zurück nach Deutschland kam, ist nicht bekannt.
Der Buchhalter Walter Gottfeldt heiratete am 23. Dezember 1897 in Berlin Rosa Jacobson. Sie wurde 1867 in Liebstadt, Kreis Mohrungen geboren. Ihr Vater war der Kaufmann Hermann Jacobson, die Mutter Henriette Jacobson. Die erste Adresse des Ehepaares war in der Linienstraße 3a.
Walters Vater Adolf lebt zu dieser Zeit in Berent/Westpreußen, seine Mutter Rosalie war bereits gestorben.
Am 26. Oktober 1898 wurde der Sohn Harry geboren, die Adresse war zu dieser Zeit die Marienburger Str. 2. Am 8. Juni 1908, da war Harry schon zehn Jahre alt, kam seine Schwester Hertha zur Welt. In dieser Zeit wohnte die Familie in der Immanuelkirchstraße 15.
Etwa 1910 zog die Familie in die Lippehner Straße 7,1. Stock, links.
Walters Frau Rosa Gottfeldt starb am 7. November 1914.
Seine Schwester Betty (Rebecca) zog aus New York zu ihm, wann ist nicht bekannt.
Harry Gottfeldt wurde Ingenieur. Er emigrierte mit seiner Familie, seiner Ehefrau, Anna Maria Gottfeldt, geb. Stadelmann, der 1926 geborenen Eva und dem 1929 geborenen Klaus-Peter vor 1939 nach England. Am 4. Juni 1947 erhielten sie die Einbürgerungsurkunde für Großbritannien.
Hertha engagierte sich bereits in den 20er Jahren im Kommunistischen Jugendverband, sie trat 1929 in die KPD ein.
Gemeinsam mit ihrem späteren Ehemann, Gabriel Lewin, flüchtete sie nach Moskau. Dort wurde ihr Sohn Andrej Reder geboren.
(Andrej Reder „Dienstreise“, Verlag Neues Leben, Berlin 2015). Sie lebten nach dem Krieg in der DDR.
Am 3. Oktober 1942 wurden Walter und Betty Gottfeldt vom Deutschen Reich aufgefordert, die Aufstellung über ihr Vermögen abzugeben. Diese Auflistung enthielt diverse Kleidung und Mobiliar.
Am 4. November 1942 wurden Walter und seine Schwester Betty nach Theresienstadt (Ghetto) deportiert. Walter wurde am 15. November 1942 ermordet. Seine Schwester Betty am 5. Dezember 1942.
Am 8. Januar 1943 erfolgte die Vermögensbeschlagnahmung: 711,43 RM fielen dem Deutschen Reich zu.
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