Selma Wangenheim geb. Tockuss

Verlegeort
Kurfürstendamm 101
Bezirk/Ortsteil
Halensee
Verlegedatum
22. Februar 2019
Geboren
09. November 1872
Deportation
am 29. Januar 1943 nach Theresienstadt
Ermordet
24. April 1943 in Theresienstadt
  • Stolperstein Selma Wangenheim © OTFW
    Stolperstein Selma Wangenheim © OTFW

    Stolperstein Selma Wangenheim © OTFW

Im Haus Kurfürstendamm 101 lebte in der Weimarer Republik Selma Wangenheim mit ihrem Mann Martin Wangenheim. Sie war als Selma Tockuss 1872 im schlesischen Oels geboren worden, wann sie nach Berlin kam ist nicht bekannt. Sie heiratete am 24. Oktober 1897 Martin Wangenheim in Berlin. Martin Wangenheim führte eine Lederhandlung in der Klosterstraße. Selma Wangenheim gebar vier Söhne. Der erstgeborene Sohn Werner starb 1917 im ersten Weltkrieg. Ihr Sohn Heinz wanderte nach Palästina aus. Ihre Söhne Fritz und Kurt wurden im Jahr 1938 festgenommen und nur unter der Bedingun freigelassen, dass sie augenblicklich Deutschland verließen. Kurt machte sich nach England auf, wo er nach Kriegsbeginn als "feindlicher Ausländer" interniert wurde. Fritz schaffte es, nach Belgien zu fliehen, wurde dort nach der deutschen Besatzung in Mechelen interniert und am 4. September 1942 nach Auschwitz deportiert, wo er ermordet wurde.<br />
Selma und ihr Mann Martin Wangenheim selbst wurden 1939 gezwungen, die Wohnung am Kurfürstendamm aufzugeben und in eine sog. „Judenwohnung“ in der Klopstockstraße in Mitte zu ziehen. Von dort wurden sie am 29. Januar 1943 nach Theresienstadt deportiert wurden. Unmittelbar nach der Ankunft starb ihr Mann Martin dort, Selma Wangenheim überlebte ihn um knapp 3 Monate und starb aufgrund der entsetzlichen Lagerbedingungen am 24. April 1943.

Im Haus Kurfürstendamm 101 lebte in der Weimarer Republik Selma Wangenheim mit ihrem Mann Martin Wangenheim. Sie war als Selma Tockuss 1872 im schlesischen Oels geboren worden, wann sie nach Berlin kam ist nicht bekannt. Sie heiratete am 24. Oktober 1897 Martin Wangenheim in Berlin. Martin Wangenheim führte eine Lederhandlung in der Klosterstraße. Selma Wangenheim gebar vier Söhne. Der erstgeborene Sohn Werner starb 1917 im ersten Weltkrieg. Ihr Sohn Heinz wanderte nach Palästina aus. Ihre Söhne Fritz und Kurt wurden im Jahr 1938 festgenommen und nur unter der Bedingun freigelassen, dass sie augenblicklich Deutschland verließen. Kurt machte sich nach England auf, wo er nach Kriegsbeginn als "feindlicher Ausländer" interniert wurde. Fritz schaffte es, nach Belgien zu fliehen, wurde dort nach der deutschen Besatzung in Mechelen interniert und am 4. September 1942 nach Auschwitz deportiert, wo er ermordet wurde.
Selma und ihr Mann Martin Wangenheim selbst wurden 1939 gezwungen, die Wohnung am Kurfürstendamm aufzugeben und in eine sog. „Judenwohnung“ in der Klopstockstraße in Mitte zu ziehen. Von dort wurden sie am 29. Januar 1943 nach Theresienstadt deportiert wurden. Unmittelbar nach der Ankunft starb ihr Mann Martin dort, Selma Wangenheim überlebte ihn um knapp 3 Monate und starb aufgrund der entsetzlichen Lagerbedingungen am 24. April 1943.