Ursula Hermine Schaul geb. Schnell

Verlegeort
Mahnkopfweg 13 -15
Historischer Name
Dorfstr. 1
Bezirk/Ortsteil
Wilhelmstadt
Verlegedatum
26. Oktober 2010
Geboren
10. Februar 1912
Zwangsarbeit
Arbeiterin (Osram)
Deportation
am 19. Oktober 1942 nach Riga
Ermordet
22. Oktober 1942 in Riga
  • Stolperstein für Ursula Hermine Schaul.
    Stolperstein für Ursula Hermine Schaul. Foto: OTFW.

    Stolperstein für Ursula Hermine Schaul. Foto: OTFW.

Erwin Jakob Schaul wurde am 4. März 1909 in Schubin/Posen (heute: Szubin/Polen) geboren. Nach vier Jahren Ausbildung in der Gartenbauschule begann er als Gärtnergehilfe auf jüdischen Friedhöfen zu arbeiten, bis er 1936 schließlich eine feste Anstellung auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee fand. Jedoch schon 1938 wurde er entlassen und arbeitete für Ilse Wassermann, er wohnte auch bei ihr im Haus. Zu Beginn des Krieges lernte er seine Frau Ursula Hermine Schnell kennen. Ursula wurde am 10. Februar 1912 in Görlitz geboren und wohnte zur Untermiete in Wilmersdorf. Am 18. September 1939 heirateten sie. Nach anderthalb Jahren Ehe brachte Ursula am 21. April 1941 die Tochter Bela zur Welt. Ursula musste Zwangsarbeit bei Osram leisten. Am 19. Oktober 1942 wurden Erwin, Ursula und Bela Schaul nach Riga deportiert und drei Tage später ermordet.

Erwin Jakob Schaul wurde am 4. März 1909 in Schubin/Posen (heute: Szubin/Polen) geboren. Nach vier Jahren Ausbildung in der Gartenbauschule begann er als Gärtnergehilfe auf jüdischen Friedhöfen zu arbeiten, bis er 1936 schließlich eine feste Anstellung auf dem Jüdischen Friedhof in Berlin-Weißensee fand. Jedoch schon 1938 wurde er entlassen und arbeitete für Ilse Wassermann, er wohnte auch bei ihr im Haus. Zu Beginn des Krieges lernte er seine Frau Ursula Hermine Schnell kennen. Ursula wurde am 10. Februar 1912 in Görlitz geboren und wohnte zur Untermiete in Wilmersdorf. Am 18. September 1939 heirateten sie. Nach anderthalb Jahren Ehe brachte Ursula am 21. April 1941 die Tochter Bela zur Welt. Ursula musste Zwangsarbeit bei Osram leisten. Am 19. Oktober 1942 wurden Erwin, Ursula und Bela Schaul nach Riga deportiert und drei Tage später ermordet.