Peter C. W. Gutkind wurde am 16. September 1925 in Berlin als drittes Kind von Dr. Erwin Anton Gutkind und Margarete Gutkind geboren. Er wuchs mit seiner älteren Schwester Gabriele in Berlin auf. Sein Bruder Claus war vor Peters Geburt verstorben. Bereits 1933 verließ sein Vater Deutschland, zunächst nach Paris und dann nach London. Seine Schwester Gabriele folgte ihm, Peter blieb bei seiner Mutter zurück, die sich um ihre eigene Mutter und ihre Schwiegermutter kümmerte. Im August 1939, sechs Wochen vor Kriegsbeginn, verließ Peter Berlin mit einem Kindertransport und lebte fortan in Großbritannien, wo er die Sekundarschule abschloss und während des Londoner ‚Blitz‘ als Notfall-Tischler arbeitete. Nach dem Krieg leitete er die Adventure Playgrounds – Spielplätze, die auf geräumten Bombenkratern in London entstanden waren.
Dieser Tätigkeit ging er nach, bis er in die Vereinigten Staaten ging, um dort zu studieren, und zwar am Earlham College, einer liberalen Quäkerhochschule in Richmond, Indiana. Dort lernte er seine zukünftige Frau Alice Kellogg kennen. Er erwarb sowohl einen BA- als auch einen MA-Abschluss, letzteren an der University of Chicago in den frühen 1950er Jahren. In Chicago arbeitete er in Teilzeit in den dortigen Stahlwerken. Mitte der 1950er Jahre lehrte er an der Makerere University in Kampala, forschte und bekam dort mit seiner Frau drei Töchter. 1963 folgte ein Doktortitel der University of Amsterdam und sein Sohn wurde geboren.
Peter Gutkind wurde ein sehr erfolgreicher und angesehener Professor für Anthropologie, der zahlreiche Publikationen verfasste und redigierte. Seine Fachgebiete waren Arbeit und Migration sowie Stadtanthropologie im ost- und westafrikanischen Kontext. Er arbeitete in verschiedenen Teilen der Welt, über den sehr langen Zeitraum von 1963 bis 1986 aber am Institut für Anthropologie der McGill University in Montreal und anschließend am Institut für Soziologie der Warwick University in Großbritannien. Er lebte zuletzt mit Alice in Leamington Spa, England, und verstarb am 17. Februar 2001.
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