Frieda Haber

Verlegeort
Rosa-Luxemburg-Str. 26
Historischer Name
Kaiser Wilhelm Str. 26b
Bezirk/Ortsteil
Mitte
Verlegedatum
2010
Geboren
25. Juli 1923
Deportation
am 15. Oktober 1943 nach Theresienstadt
Später deportiert
am 12. Oktober 1944 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Stolpersteine für Machla und Frieda Haber
    Stolpersteine für Machla und Frieda Haber © Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin

    Stolpersteine für Machla und Frieda Haber © Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin

Frieda Haber wurde am 25. Juli 1923 in Eberswalde/Brandenburg geboren. Sie war Tochter des Ehepaars Hermann und Machla Haber, die noch ein weiteres Kind hatten, den Sohn Paul. Das Leben der Geschwister Paul und Frieda Huber verlief sehr unterschiedlich: Während Frieda weiter in Berlin bei ihrer Mutter blieb, wanderte ihr Bruder nach Palästina aus und konnte so der Vernichtung entkommen. Nach dem Tod ihres Vaters 1940 lebte Frieda Haber zusammen mit ihrer Mutter in einem Zimmer in der Solinger Str. 8 in Moabit, das zu einer Wohnung im Vorderhaus, 3. OG gehörte. Sehr wahrscheinlich waren sie gezwungen, ihre selbstgewählte vorherige Wohnung Kaiser-Wilhelm-Str. 26b (heute Rosa-Luxemburg-Str. 26) zu verlassen und als Untermieter unterzukommen. <br />
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Frieda Haber arbeitete als Kontorgehilfin bei der Firma J.A. Alexander, Landsberger Allee 91., wo auch ihre Mutter – wahrscheinlich ebenso Zwangsarbeiterin wie sie – als Lagerarbeiterin beschäftigt war Mitte Oktober 1943 wurden Frieda und Machla Haber in das Sammellager Große Hamburger Str. 26 verschleppt. Die dort ausgefüllten „Vermögenserklärungen“ mit Angaben zu zurückgelassenem Eigentum datieren vom 13. Oktober 1943. Zwei Tage danach deportierte man sie in das Ghetto Theresienstadt. Ein Jahr später wurden Mutter und Tochter gemeinsam in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht und dort ermordet.

Frieda Haber wurde am 25. Juli 1923 in Eberswalde/Brandenburg geboren. Sie war Tochter des Ehepaars Hermann und Machla Haber, die noch ein weiteres Kind hatten, den Sohn Paul. Das Leben der Geschwister Paul und Frieda Huber verlief sehr unterschiedlich: Während Frieda weiter in Berlin bei ihrer Mutter blieb, wanderte ihr Bruder nach Palästina aus und konnte so der Vernichtung entkommen. Nach dem Tod ihres Vaters 1940 lebte Frieda Haber zusammen mit ihrer Mutter in einem Zimmer in der Solinger Str. 8 in Moabit, das zu einer Wohnung im Vorderhaus, 3. OG gehörte. Sehr wahrscheinlich waren sie gezwungen, ihre selbstgewählte vorherige Wohnung Kaiser-Wilhelm-Str. 26b (heute Rosa-Luxemburg-Str. 26) zu verlassen und als Untermieter unterzukommen.

Frieda Haber arbeitete als Kontorgehilfin bei der Firma J.A. Alexander, Landsberger Allee 91., wo auch ihre Mutter – wahrscheinlich ebenso Zwangsarbeiterin wie sie – als Lagerarbeiterin beschäftigt war Mitte Oktober 1943 wurden Frieda und Machla Haber in das Sammellager Große Hamburger Str. 26 verschleppt. Die dort ausgefüllten „Vermögenserklärungen“ mit Angaben zu zurückgelassenem Eigentum datieren vom 13. Oktober 1943. Zwei Tage danach deportierte man sie in das Ghetto Theresienstadt. Ein Jahr später wurden Mutter und Tochter gemeinsam in das Vernichtungslager Auschwitz gebracht und dort ermordet.