Paul Junius

Verlegeort
Rügener Str. 22
Bezirk/Ortsteil
Gesundbrunnen
Verlegedatum
2008
Geboren
10. Juli 1901
Beruf
Dreher
Verhaftet
13. Juli 1944 in Berlin
Inhaftiert (t.b.d.)
1944 1944 im Zuchthaus Brandenburg
Hingerichtet
04. Dezember 1944 im Zuchthaus Brandenburg-Görden
  • Fotografie von Paul Junius
    Fotografie von Paul Junius © Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

    Fotografie von Paul Junius © Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes, Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten

Paul Junius wurde am 10. Juli 1901 in Berlin geboren. Von Beruf war er Maschinenschlosser und organisierte sich schon mit 15 Jahren im Deutschen Metallarbeiter-Verband. 1917 wurde er Mitglied im Arbeiter-Touristen-Verein „Naturfreunde“, später auch der Wanderpaddler „Havel“. 1923 trat er in die KPD ein. Seine Lebensgefährtin war Elli Booth, Funktionärin der KPD in Berlin. <br />
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Seit 1933 leitete Paul Junius illegale Betriebszellen in den Askania-Werken in Berlin-Mariendorf, wo er als Dreher arbeitete. 1933 versteckte er den kommunistischen Funktionär Werner Prochnow. Im Frühjahr 1943 mit Franz Jacob und Anton Saefkow zusammengeführt, wurde er Verbindungsmann zu den illegalen KPD-Betriebszellen im Askania-Werk in Berlin-Weißensee und zu den Rüstungsbetrieben im Süden Berlins. Er warb für die Bewegung „Freies Deutschland“, organisierte Sabotage in der Rüstungsproduktion, verbreitete illegale Flugschriften und sammelte Lebensmittelmarken sowie Geld für Illegale. Sein Deckname war Erich. Am 13. Juli 1944 wurde Paul Junius verhaftet und am 7. November 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Einen Monat später, am 4. Dezember 1944, wurde im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet. Eine Straße in Berlin-Lichtenberg wurde zu seinen Ehren Paul-Junius-Straße benannt. <br />
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1942 wohnte er in Berlin-Wedding, Koloniestraße 39 und ab 1942 in Berlin-Mitte, Anklamer Straße 36.

Paul Junius wurde am 10. Juli 1901 in Berlin geboren. Von Beruf war er Maschinenschlosser und organisierte sich schon mit 15 Jahren im Deutschen Metallarbeiter-Verband. 1917 wurde er Mitglied im Arbeiter-Touristen-Verein „Naturfreunde“, später auch der Wanderpaddler „Havel“. 1923 trat er in die KPD ein. Seine Lebensgefährtin war Elli Booth, Funktionärin der KPD in Berlin.

Seit 1933 leitete Paul Junius illegale Betriebszellen in den Askania-Werken in Berlin-Mariendorf, wo er als Dreher arbeitete. 1933 versteckte er den kommunistischen Funktionär Werner Prochnow. Im Frühjahr 1943 mit Franz Jacob und Anton Saefkow zusammengeführt, wurde er Verbindungsmann zu den illegalen KPD-Betriebszellen im Askania-Werk in Berlin-Weißensee und zu den Rüstungsbetrieben im Süden Berlins. Er warb für die Bewegung „Freies Deutschland“, organisierte Sabotage in der Rüstungsproduktion, verbreitete illegale Flugschriften und sammelte Lebensmittelmarken sowie Geld für Illegale. Sein Deckname war Erich. Am 13. Juli 1944 wurde Paul Junius verhaftet und am 7. November 1944 vom Volksgerichtshof zum Tode verurteilt. Einen Monat später, am 4. Dezember 1944, wurde im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet. Eine Straße in Berlin-Lichtenberg wurde zu seinen Ehren Paul-Junius-Straße benannt.

1942 wohnte er in Berlin-Wedding, Koloniestraße 39 und ab 1942 in Berlin-Mitte, Anklamer Straße 36.