Georg Leichtmann

Verlegeort
Schulstr. 51
Bezirk/Ortsteil
Gesundbrunnen
Verlegedatum
2009
Geboren
09. September 1893
Beruf
Schlosser
Inhaftiert (t.b.d.)
im KZ Ravensbrück
Inhaftiert (t.b.d.)
1945 in Zellengefängnis Lehrter Straße
Deportation
am 07. Dezember 1944
Hingerichtet
18. April 1945 in Berlin-Plötzensee
  • Georg Leichtmann © OTFW
    Georg leichtmann © OTFW

    Georg leichtmann © OTFW

Georg Leichtmann gehörte zum Berliner Arbeiterwiderstand und war Mitstreiter in der Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation, eine der größten Berliner Widerstands-gruppierungen gegen das Naziregimes in den Jahren 1942 bis 1945. Er wurde am 9. September 1893 in Berlin geboren und war von Beruf Schlosser. Mit seiner Frau Margarete, die er 1929 heiratete, wohnte er in Berlin-Wedding, Schulstraße 51. Georg Leichtmann war Kommunist und 1929 an den Auseinandersetzungen am 1. Mai im Berliner Wedding beteiligt. Über seine Verbindungen zu dem schwedischen Jungsozialisten Arvid Lundgren, der als Fahrer bei der Schwedischen Gesandtschaft arbeitete, gelang es ihm, Informationen und Unterlagen über die Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation an das schwedische Außenministerium zu übermitteln. Er hielt Kontakt zu einer Gruppe von „Fichte“-Sportlern und beteiligte sich unter anderem auch an Solidaritätsaktionen für sowjetische Kriegsgefangene. Im November 1943 wurde seine Familie ausgebombt und sie zogen nach Tomsdorf in die Uckermark. Wegen einer verächtlichen Äußerung über den Krieg wurde er denunziert und gesucht. Am 7. Dezember 1944 erlitt er bei dem Versuch, sich seiner Festnahme zu entziehen, eine Schussverletzung und wurde infolgedessen im Krankenrevier des KZ Ravensbrück interniert. Nach zwei Monaten wurde er aus Ravensbrück entlassen, jedoch am 21. Februar 1945 erneut verhaftet. Am 24. März 1945 verurteilte ihn ein Sonderstrafsenat beim Kammergericht Berlin zum Tode. Georg Leichtmann ist am 18. April 1945 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee als einer der letzten Opfer vor Kiregsende hingerichtet worden.

Georg Leichtmann gehörte zum Berliner Arbeiterwiderstand und war Mitstreiter in der Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation, eine der größten Berliner Widerstands-gruppierungen gegen das Naziregimes in den Jahren 1942 bis 1945. Er wurde am 9. September 1893 in Berlin geboren und war von Beruf Schlosser. Mit seiner Frau Margarete, die er 1929 heiratete, wohnte er in Berlin-Wedding, Schulstraße 51. Georg Leichtmann war Kommunist und 1929 an den Auseinandersetzungen am 1. Mai im Berliner Wedding beteiligt. Über seine Verbindungen zu dem schwedischen Jungsozialisten Arvid Lundgren, der als Fahrer bei der Schwedischen Gesandtschaft arbeitete, gelang es ihm, Informationen und Unterlagen über die Saefkow-Jacob-Bästlein-Organisation an das schwedische Außenministerium zu übermitteln. Er hielt Kontakt zu einer Gruppe von „Fichte“-Sportlern und beteiligte sich unter anderem auch an Solidaritätsaktionen für sowjetische Kriegsgefangene. Im November 1943 wurde seine Familie ausgebombt und sie zogen nach Tomsdorf in die Uckermark. Wegen einer verächtlichen Äußerung über den Krieg wurde er denunziert und gesucht. Am 7. Dezember 1944 erlitt er bei dem Versuch, sich seiner Festnahme zu entziehen, eine Schussverletzung und wurde infolgedessen im Krankenrevier des KZ Ravensbrück interniert. Nach zwei Monaten wurde er aus Ravensbrück entlassen, jedoch am 21. Februar 1945 erneut verhaftet. Am 24. März 1945 verurteilte ihn ein Sonderstrafsenat beim Kammergericht Berlin zum Tode. Georg Leichtmann ist am 18. April 1945 im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee als einer der letzten Opfer vor Kiregsende hingerichtet worden.