Moritz David

Verlegeort
Schulzestraße 15
Bezirk/Ortsteil
Pankow
Verlegedatum
24. Oktober 2012
Geboren
26. Mai 1859
Beruf
Spediteur
Deportation
am 14. Juli 1942 nach Theresienstadt
Ermordet
15. Oktober 1942 in Theresienstadt
  • Stolperstein für Moritz David
    Stolperstein für Moritz David - Foto: Stolpersteingruppe Pankow

    Stolperstein für Moritz David - Foto: Stolpersteingruppe Pankow

Moritz David wurde am 26. Mai 1859 in Exin (heute: Kcynia/Polen) geboren und war von Beruf Spediteur. Seine Frau, Berta David, geb. Jacoby, kam 1864 ebenfalls in Exin zur Welt. Moritz und Berta heirateten im Jahr 1885. Sie bekamen acht Kinder, die alle in Exin geboren wurden.<br />
<br />
Im Berliner Adressbuch wird Moritz David seit 1924 als „Handelsmann“ in Pankow, Florastraße 14, geführt. Im Jahr 1935 starb seine Frau.<br />
<br />
Der jüngste Sohn von Moritz David, Georg Gershon David, kaufmännischer Hafenarbeiter in Tel Aviv, gab laut Entschädigungsakte an: „Nach meiner Einwanderung in Palästina im Jahr 1934 stand ich mit meinem Vater in ständiger brieflicher Verbindung, bis dann diese plötzlich aufhörte.“<br />
<br />
Für die Jahre 1938 und 39 gibt es im Berliner Adressbuch Eintragungen für die Schulzestraße 15: „Moritz David, Synagogendiener“. Möglicherweise war er in der Synagoge in Pankow, Mühlenstraße 77, tätig.<br />
<br />
Mit ihm zusammen wohnten in der Schulzestraße seine Tochter Minna Hirsch und ihr Mann, Bernhard Hirsch. Beide wurden am 13. Januar 1942 in das Ghetto Riga transportiert und dort ermordet.<br />
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Vermutlich 1939 erfolgte die Zwangseinweisung von Moritz David in das Jüdische Altenheim Schönhauser Allee und zuletzt in das Altenheim in der Iranischen Straße 2. Mit dem „21. Alterstransport“ wurde er am 14. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und starb dort am 15. Oktober 1942. Aus dem Ghetto Theresienstadt gibt es eine Todesfallanzeige, wie sie in ähnlicher Form vielen Angehörigen zugesandt wurde: „Todesursache: Altersschwäche, Todestag und -stunde: 15.10.42, 3.00 Uhr.“ Moritz David war 83 Jahre alt geworden.<br />
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Von den acht Kindern der Familie David überlebten den Holocaust nur zwei: Paula Anhang, geb. David, die in Ferramonti/ Italien interniert war und 1956 in Australien gestorben ist, und Georg Gershon David, der 1934 nach Palästina ausgewandert war. Die Töchter Jettchen, Clara, Lotte, Minna, Agathe und der Sohn Leo wurden alle von Berlin aus deportiert.

Moritz David wurde am 26. Mai 1859 in Exin (heute: Kcynia/Polen) geboren und war von Beruf Spediteur. Seine Frau, Berta David, geb. Jacoby, kam 1864 ebenfalls in Exin zur Welt. Moritz und Berta heirateten im Jahr 1885. Sie bekamen acht Kinder, die alle in Exin geboren wurden.

Im Berliner Adressbuch wird Moritz David seit 1924 als „Handelsmann“ in Pankow, Florastraße 14, geführt. Im Jahr 1935 starb seine Frau.

Der jüngste Sohn von Moritz David, Georg Gershon David, kaufmännischer Hafenarbeiter in Tel Aviv, gab laut Entschädigungsakte an: „Nach meiner Einwanderung in Palästina im Jahr 1934 stand ich mit meinem Vater in ständiger brieflicher Verbindung, bis dann diese plötzlich aufhörte.“

Für die Jahre 1938 und 39 gibt es im Berliner Adressbuch Eintragungen für die Schulzestraße 15: „Moritz David, Synagogendiener“. Möglicherweise war er in der Synagoge in Pankow, Mühlenstraße 77, tätig.

Mit ihm zusammen wohnten in der Schulzestraße seine Tochter Minna Hirsch und ihr Mann, Bernhard Hirsch. Beide wurden am 13. Januar 1942 in das Ghetto Riga transportiert und dort ermordet.

Vermutlich 1939 erfolgte die Zwangseinweisung von Moritz David in das Jüdische Altenheim Schönhauser Allee und zuletzt in das Altenheim in der Iranischen Straße 2. Mit dem „21. Alterstransport“ wurde er am 14. Juli 1942 in das Ghetto Theresienstadt deportiert und starb dort am 15. Oktober 1942. Aus dem Ghetto Theresienstadt gibt es eine Todesfallanzeige, wie sie in ähnlicher Form vielen Angehörigen zugesandt wurde: „Todesursache: Altersschwäche, Todestag und -stunde: 15.10.42, 3.00 Uhr.“ Moritz David war 83 Jahre alt geworden.

Von den acht Kindern der Familie David überlebten den Holocaust nur zwei: Paula Anhang, geb. David, die in Ferramonti/ Italien interniert war und 1956 in Australien gestorben ist, und Georg Gershon David, der 1934 nach Palästina ausgewandert war. Die Töchter Jettchen, Clara, Lotte, Minna, Agathe und der Sohn Leo wurden alle von Berlin aus deportiert.