Fritz Heilscher

Verlegeort
Strelitzer Str. 58
Bezirk/Ortsteil
Mitte
Geboren
02. Oktober 1898
Inhaftiert (t.b.d.)
1935 1937 in Beuthen
Inhaftiert (t.b.d.)
1941 1942 in Berlin
Inhaftiert (t.b.d.)
1942 1942 in Sachsenhausen
Ermordet
21. Juli 1942 im KZ Sachsenhausen
  • Stolperstein Fritz Heilscher © OTFW
    Stolperstein Fritz Heilscher © OTFW

    Stolperstein Fritz Heilscher © OTFW

Fritz Heilscher wurde am 2. Oktober 1898 in Berlin geboren. Nach einer kaufmännischen Lehre begann er 1920 eine Ausbildung als Tänzer am Deutschen Opernhaus in Berlin. 1923 startete er seine künstlerische Karriere als Solotänzer am Opernhaus in Breslau und nannte sich fortan Ferry Dworak. Von 1926 bis 1930 war er Ballettmeister am Städtischen Theater in Chemnitz, 1931 Solotänzer am Stadttheater Dortmund. 1932 wechselte er als Choreograph ans Badische Landestheater Karlsruhe, wo er mit eigenen Choreographien hervortrat und trotz eines ersten Strafverfahrens wegen homosexueller Beziehungen weiterbeschäftigt wurde. 1933 ging er ans Schlesische Oberlandestheater in Beuthen (Bytom), wo er zwei Jahre als Ballettmeister wirkte. Im April 1935 wurde er vom dortigen Landgericht wegen seiner Liebe zu Männern zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Gleichzeitig erfolgte sein Ausschluss aus dem Künstlerverband, was einem Berufsverbot gleichkam. Nach seiner Entlassung ging Fritz Heilscher zurück nach Berlin. Hier fand er eine Anstellung als Lagerarbeiter in einer Firma für Reitstiefel, wo er als geschätzter Mitarbeiter eine neue Existenz fand. Ende 1941 wurde er erneut verhaftet und wegen seiner Zuneigung zu jungen Männer zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Die Strafjustiz lieferte ihn im Anschluss daran der Kriminalpolizei aus, die seine Einlieferung ins KZ Sachsenhausen veranlasste. Nach zwei Monaten kam er dort während der Mordaktion an Homosexuellen im Klinkerwerk des Lagers am 21. Juni 1942 ums Leben.

Fritz Heilscher wurde am 2. Oktober 1898 in Berlin geboren. Nach einer kaufmännischen Lehre begann er 1920 eine Ausbildung als Tänzer am Deutschen Opernhaus in Berlin. 1923 startete er seine künstlerische Karriere als Solotänzer am Opernhaus in Breslau und nannte sich fortan Ferry Dworak. Von 1926 bis 1930 war er Ballettmeister am Städtischen Theater in Chemnitz, 1931 Solotänzer am Stadttheater Dortmund. 1932 wechselte er als Choreograph ans Badische Landestheater Karlsruhe, wo er mit eigenen Choreographien hervortrat und trotz eines ersten Strafverfahrens wegen homosexueller Beziehungen weiterbeschäftigt wurde. 1933 ging er ans Schlesische Oberlandestheater in Beuthen (Bytom), wo er zwei Jahre als Ballettmeister wirkte. Im April 1935 wurde er vom dortigen Landgericht wegen seiner Liebe zu Männern zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Gleichzeitig erfolgte sein Ausschluss aus dem Künstlerverband, was einem Berufsverbot gleichkam. Nach seiner Entlassung ging Fritz Heilscher zurück nach Berlin. Hier fand er eine Anstellung als Lagerarbeiter in einer Firma für Reitstiefel, wo er als geschätzter Mitarbeiter eine neue Existenz fand. Ende 1941 wurde er erneut verhaftet und wegen seiner Zuneigung zu jungen Männer zu acht Monaten Gefängnis verurteilt. Die Strafjustiz lieferte ihn im Anschluss daran der Kriminalpolizei aus, die seine Einlieferung ins KZ Sachsenhausen veranlasste. Nach zwei Monaten kam er dort während der Mordaktion an Homosexuellen im Klinkerwerk des Lagers am 21. Juni 1942 ums Leben.