Oscar Aron Nussbaum wurde am 9. Juli 1892 im galizischen Tarnobrzeg (heute Polen) geboren. Im Jahr 1915 zog er nach Berlin, wo er im textilen Altwarenhandel zu arbeiten begann. Er war Autodidakt und hatte eine besondere Begabung für Zahlen, Mathematik und Wirtschaft. Mit der Zeit wurde er zusammen mit seinem Schwager Jacob Neumarkt ein erfolgreicher Kleiderfabrikant.
Er heiratete seine Frau Bertha am 7. August 1918 in Rozwadow, Galizien (heute Розвадів/Rozwadiw, Ukraine). Bertha war als Ester Breindel in Rozwadow, Polen, geboren worden.
Die Söhne Paul und Leo wurden 1920 und 1923 bereits in Berlin geboren. Die Familie wohnte in der Lothringer Straße 34/35 (heute Torstraße 89). Sie besuchten regelmäßig die Adass-Jisroel-Synagoge in der Artilleriestraße (heute Tucholskystraße).
Nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten beschloss Aron Nussbaum Anfang 1934, mit seiner Familie Deutschland zu verlassen. Nach einer Reise nach London bestieg die Familie in Southampton ein Schiff und reiste nach Kapstadt in Südafrika. Von Kapstadt aus reisten sie mit dem Zug nach Bulawayo in Südrhodesien, wo sie sich niederließen und ein neues Leben aufbauten.
Von seinen Geschwistern gingen Oscars Bruder Joseph Nussbaum nach New York, seine Schwester Malke nach Israel (damals Palästina). Oscars ältester Bruder Motali entschied sich leider, in Berlin zu bleiben und wurde im Konzentrationslager Dachau ermordet.
Während seiner Jahre in Bulawayo gründete Oscar ein erfolgreiches Kleidergeschäft, das er zusammen mit Bertha führte. Er engagierte sich auch auf dem Immobilienmarkt, kaufte einen bestehenden Wohnblock und baute bis 1953 einen Weiteren.
Aron Nussbaum starb am 7. Januar 1973 in Bulawayo, Simbabwe. Er hinterließ seine Frau Bertha, seine Söhne Paul und Leo, seine Schwiegertöchter Olga und Becky sowie seine sechs Enkelkinder Mark, Barbara, Clive, Naomi, Janet und Judy.
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