Minna Jalowitz, geb. Mendelsohn, wurde am 13.06.1910 als zweite Tochter der Kaufleute Siegmund und Cäcilie Mendelsohn in Berlin-Wedding geboren. Am 15.6.1933 heirateten Minna Mendelsohn und Leopold Jalowitz (*26.05.1901 in Obersitzko, heute: Obrzycko/Polen) in Berlin-Friedrichshain. Zum Zeitpunkt der Hochzeit lebte Minna in Neukölln und war von Beruf Lageristin.
In den folgenden Jahren bekam das Paar vier Kinder: Günter (*15.9.1933), Manfred (*17.9.1937) sowie die Zwillinge Bela und Chana (*6.3.1940). Zusammen betrieben Leopold und Minna ab ca. 1935 ein Zigarrengeschäft in der Andreasstr. 11 in Friedrichshain. Ihr Geschäft mussten sie schon bald in Folge der Berufsverbote für Jüdinnen und Juden aufgeben. Es ist ab 1940 unter neuem Inhaber gelistet.
Ab 1939 musste die Familie in einer Zwangswohnung in einem sogenannten „Judenhaus” in der Turmstraße 9 leben. Die beiden Söhne, Günter und Manfred, konnten im selben Jahr mit einem Kindertransport nach Schweden flüchten. Sie würden ihre Geschwister, die Zwillinge Bela und Chana niemals kennenlernen.
Minna, Leopold und die Zwillinge wurden 1942 zunächst in das Sammellager in der Großen Hamburger Straße gebracht und von dort am 3. Februar 1943 nach Auschwitz deportiert. Niemand der vier überlebte.
Minna Jalowitz’ Schwester Frida Altmann, geb. Mendelsohn, wurde zusammen mit ihrem Mann Herbert 1942 ebenfalls nach Auschwitz deportiert. Ihre Mutter Cäcilie Schwerwinski, verw. Mendelsohn, wurde 1942 nach Theresienstadt und 1944 nach Auschwitz deportiert. Auch sie wurden ermordet.
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