Elise Cecilie Heidemann geb. Bloch

Verlegeort
Westfälische Str. 59
Bezirk/Ortsteil
Halensee
Verlegedatum
15. Februar 2014
Geboren
12. Dezember 1886
Flucht in den Tod
25. September 1942 in Berlin
  • Elise Cecilie Heidemann © OTFW

    Elise Cecilie Heidemann © OTFW

Elise Cecilie Heidemann wurde am 12. Dezember 1886 mit dem Mädchennamen Bloch in Berlin geboren, ihre Eltern waren der Kaufmann Ernst Abraham Bloch (geb. am 22. Oktober 1855 in La Chaux-de-Fonds) und Agnes Bloch geb. Wolffheim am 23. August 1860 in Stettin; ermordet am 20. November 1942 im KZ Theresienstadt. Sie hatte noch drei Brüder, sie hießen Adolf Erich (geb. am 25. November 1888 in Berlin; gest. am 2. Januar 1889 in Berlin), Jakob Leo (geb. am 9. Februar 1890 in Berlin; gest. am 5. September 1897 in Berlin) und Karl Herbert (geb. am 25. April 1895 in Berlin). <br />
Am 6. Mai 1910 heiratete sie den Kaufmann Heinrich Heidemann, geboren am 10. Dezember 1878 in Neu-Stettin. Zu dieser Zeit wohnte die Familie Bloch in der Württembergischen Straße 31/32. <br />
Im Mai 1939 gab Elise Heidemann, die seit 1931 verwitwet war, zur Volkszählung als Adresse die Zähringer Straße. 29 in Berlin-Wilmersdorf an. Es ist nicht bekannt, wie lange sie dort wohnte, aber als die Einschränkungen des gesamten Alltagslebens für Juden immer gravierender und sie oft aus ihren Wohnungen vertrieben wurden, konnte sie im Haus der Familie Carl Fuchs eine Bleibe finden. Sie wurde von deren Mitgliedern liebevoll Tante Cilly genannt, wie es in einem späteren Brief der Haushälterin heißt.<br />
Als sie im September 1942 die Aufforderung bekam, die Vermögenserklärung auszufüllen, war das ein Zeichen der bevorstehenden Deportation. Sie schied unmittelbar vor ihrer Deportation, am 25. September 1942, aus dem Leben. Ihr Bruder Herbert Bloch hat den Holocaust überlebt, entweder durch Auswanderung in die USA am 30. Oktober 1939 oder durch Verstecken in Berlin, wie es in dem Brief der Haushälterin überliefert ist. Er lebte nach dem Kriegsende 1945 in der Innsbrucker Str. 4 in Schöneberg.<br />

Elise Cecilie Heidemann wurde am 12. Dezember 1886 mit dem Mädchennamen Bloch in Berlin geboren, ihre Eltern waren der Kaufmann Ernst Abraham Bloch (geb. am 22. Oktober 1855 in La Chaux-de-Fonds) und Agnes Bloch geb. Wolffheim am 23. August 1860 in Stettin; ermordet am 20. November 1942 im KZ Theresienstadt. Sie hatte noch drei Brüder, sie hießen Adolf Erich (geb. am 25. November 1888 in Berlin; gest. am 2. Januar 1889 in Berlin), Jakob Leo (geb. am 9. Februar 1890 in Berlin; gest. am 5. September 1897 in Berlin) und Karl Herbert (geb. am 25. April 1895 in Berlin).
Am 6. Mai 1910 heiratete sie den Kaufmann Heinrich Heidemann, geboren am 10. Dezember 1878 in Neu-Stettin. Zu dieser Zeit wohnte die Familie Bloch in der Württembergischen Straße 31/32.
Im Mai 1939 gab Elise Heidemann, die seit 1931 verwitwet war, zur Volkszählung als Adresse die Zähringer Straße. 29 in Berlin-Wilmersdorf an. Es ist nicht bekannt, wie lange sie dort wohnte, aber als die Einschränkungen des gesamten Alltagslebens für Juden immer gravierender und sie oft aus ihren Wohnungen vertrieben wurden, konnte sie im Haus der Familie Carl Fuchs eine Bleibe finden. Sie wurde von deren Mitgliedern liebevoll Tante Cilly genannt, wie es in einem späteren Brief der Haushälterin heißt.
Als sie im September 1942 die Aufforderung bekam, die Vermögenserklärung auszufüllen, war das ein Zeichen der bevorstehenden Deportation. Sie schied unmittelbar vor ihrer Deportation, am 25. September 1942, aus dem Leben. Ihr Bruder Herbert Bloch hat den Holocaust überlebt, entweder durch Auswanderung in die USA am 30. Oktober 1939 oder durch Verstecken in Berlin, wie es in dem Brief der Haushälterin überliefert ist. Er lebte nach dem Kriegsende 1945 in der Innsbrucker Str. 4 in Schöneberg.