Luise Broch geb. Goldemann

Verlegeort
Westfälische Str. 59
Bezirk/Ortsteil
Halensee
Verlegedatum
15. Februar 2014
Geboren
20. August 1882
Flucht in den Tod
29. August 1942 in Berlin
  • Luise Broch © OTFW

    Luise Broch © OTFW

Luise Ernestine Broch wurde am 20. August 1882 in Breslau mit dem Mädchennamen Goldemann geboren, ihre Eltern waren Jakob und Florentine Goldemann, geb. Licht. Ihr Vater starb bereits im Alter von nur 41 Jahren am 31. Mai 1893 in der „Irrenanstalt Dalldorf“. Sie hatte zwei Schwestern, Johanna (geb. am 17. Juni 1881 in Breslau) und Margarete (geb. am 29. August 1886 in Berlin; gest. am 23. Juni 1905 in Berlin). <br />
Am 15. Juli 1913 heiratete Luise in Berlin den Kunstmaler Alois Broch (geb. am 27. November 1864 in Wilhelmsdorf bei Wien), sie war seine zweite Frau. Alois Broch war ein damals bekannter Portraitmaler, der ein großes Atelier in der Kaiserallee hatte. Er starb 1939 im Alter von 75 Jahren in Berlin-Zehlendorf. <br />
Zur Volkszählung im Mai 1939 gab Luise Broch als Adresse die Ansbacher Str. 37 in Berlin-Schöneberg an. Es ist nicht bekannt, wie lange sie noch dort lebte, aber es ist zu vermuten, dass sie aus finanziellen Gründen, wegen der zunehmenden Drangsalierungen und Einschränkungen durch die antijüdischen Gesetze, ihre Wohnung dort aufgeben musste. Sie fand Zuflucht bei ihrer Schwester Johanna und ihrem Schwager Carl Fuchs in der Westfälischen Straße 59 und wohnte dort bis zu ihrem Tod nahe der Familie. Sie beging unmittelbar vor ihrer Deportation Selbstmord, am 29. August 1942, wie aus einem überlieferten Brief der Haushälterin ihrer Schwester Johanna Fuchs aus dem Jahr 1946 hervorgeht. Darin wird ihr Sohn Erwin Broch erwähnt, der überlebt hat. Sehr wahrscheinlich wurde Erwin Broch am 19. November 1914 in Berlin geboren, eine erhalten gebliebene Karteikarte der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland nennt mit der Ansbacher Str. 37 die gleiche Adresse wie die seiner Mutter von 1939.<br />

Luise Ernestine Broch wurde am 20. August 1882 in Breslau mit dem Mädchennamen Goldemann geboren, ihre Eltern waren Jakob und Florentine Goldemann, geb. Licht. Ihr Vater starb bereits im Alter von nur 41 Jahren am 31. Mai 1893 in der „Irrenanstalt Dalldorf“. Sie hatte zwei Schwestern, Johanna (geb. am 17. Juni 1881 in Breslau) und Margarete (geb. am 29. August 1886 in Berlin; gest. am 23. Juni 1905 in Berlin).
Am 15. Juli 1913 heiratete Luise in Berlin den Kunstmaler Alois Broch (geb. am 27. November 1864 in Wilhelmsdorf bei Wien), sie war seine zweite Frau. Alois Broch war ein damals bekannter Portraitmaler, der ein großes Atelier in der Kaiserallee hatte. Er starb 1939 im Alter von 75 Jahren in Berlin-Zehlendorf.
Zur Volkszählung im Mai 1939 gab Luise Broch als Adresse die Ansbacher Str. 37 in Berlin-Schöneberg an. Es ist nicht bekannt, wie lange sie noch dort lebte, aber es ist zu vermuten, dass sie aus finanziellen Gründen, wegen der zunehmenden Drangsalierungen und Einschränkungen durch die antijüdischen Gesetze, ihre Wohnung dort aufgeben musste. Sie fand Zuflucht bei ihrer Schwester Johanna und ihrem Schwager Carl Fuchs in der Westfälischen Straße 59 und wohnte dort bis zu ihrem Tod nahe der Familie. Sie beging unmittelbar vor ihrer Deportation Selbstmord, am 29. August 1942, wie aus einem überlieferten Brief der Haushälterin ihrer Schwester Johanna Fuchs aus dem Jahr 1946 hervorgeht. Darin wird ihr Sohn Erwin Broch erwähnt, der überlebt hat. Sehr wahrscheinlich wurde Erwin Broch am 19. November 1914 in Berlin geboren, eine erhalten gebliebene Karteikarte der Reichsvereinigung der Juden in Deutschland nennt mit der Ansbacher Str. 37 die gleiche Adresse wie die seiner Mutter von 1939.