Alfred Russack

Verlegeort
Westfälische Str. 85
Bezirk/Ortsteil
Wilmersdorf
Verlegedatum
21. September 2013
Geboren
18. August 1878
Flucht in den Tod
24. September 1942 in Berlin
  • Stolperstein für Alfred Rufsack, Foto: OTFW
    Stolperstein für Alfred Rufsack, Foto: OTFW

    Stolperstein für Alfred Rufsack, Foto: OTFW

Alfred Russack, geboren am 18. August 1878 in Posen (Poznan). Er war 1939 noch in der Lessingstraße 18 in Tiergarten gemeldet, ließ sich allerdings im Adressbuch 1940 in der Westfälischen Straße 85 mit dem Beruf Kaufmann verzeichnen. Alice Russack, seine Ehefrau, hatte einen eigenen Eintrag mit dem Zusatz „Frau“. Von ihrem geschiedenen Mann Georg Schoeps hatte sie über die KZ-Bedingungen gehört. Deshalb entschloss sie sich zusammen mit ihrem Mann Alfred zum Freitod, nachdem sie von der bevorstehenden Deportation erfuhren. Am 24. September 1942 nahmen sie sich das Leben.<br />
Im Bericht der Geheimen Staatspolizei (GeStaPo) zur “Einziehung jüdischen Vermögens“, veröffentlicht im „Deutschen Reichsanzeiger/Preußischer Staatsanzeiger“, hieß es am 14.10.1942: „Schlüssel der Wohnung sind nicht vorhanden. Abgenommene Türklinken befinden sich im Kriminalbüro des 152. Polizeireviers.“ <br />

Alfred Russack, geboren am 18. August 1878 in Posen (Poznan). Er war 1939 noch in der Lessingstraße 18 in Tiergarten gemeldet, ließ sich allerdings im Adressbuch 1940 in der Westfälischen Straße 85 mit dem Beruf Kaufmann verzeichnen. Alice Russack, seine Ehefrau, hatte einen eigenen Eintrag mit dem Zusatz „Frau“. Von ihrem geschiedenen Mann Georg Schoeps hatte sie über die KZ-Bedingungen gehört. Deshalb entschloss sie sich zusammen mit ihrem Mann Alfred zum Freitod, nachdem sie von der bevorstehenden Deportation erfuhren. Am 24. September 1942 nahmen sie sich das Leben.
Im Bericht der Geheimen Staatspolizei (GeStaPo) zur “Einziehung jüdischen Vermögens“, veröffentlicht im „Deutschen Reichsanzeiger/Preußischer Staatsanzeiger“, hieß es am 14.10.1942: „Schlüssel der Wohnung sind nicht vorhanden. Abgenommene Türklinken befinden sich im Kriminalbüro des 152. Polizeireviers.“