Gertrud Grützner

Verlegeort
Wilhelmsaue 4
Bezirk/Ortsteil
Wilmersdorf
Verlegedatum
30. Juli 2005
Geboren
11. Januar 1893
Deportation
am 03. März 1943 nach Auschwitz
Ermordet
in Auschwitz
  • Foto: Initiative Stolpersteine Charlottenburg-Wilmersdorf
    Foto: Initiative Stolpersteine Charlottenburg-Wilmersdorf

    Foto: Initiative Stolpersteine Charlottenburg-Wilmersdorf

Gertrud Grützner wurde geboren am 11. Januar 1893 in Posen (Poznan). Ihre Eltern hießen Menahem und Helena Grützner, ihre Brüder Ignatz, geboren am 6. Mai 1887 in Schwersenz (Swarzedz) bei Posen, und Ludwig, geboren am 8. Januar 1895 in Posen. Sie war alleinstehend, arbeitete als Sekretärin und wohnte in Berlin im Stadtteil Wilmersdorf in der Wilhelmsaue 4. Als ihre letzte Adresse vor der Deportation ist Wilhelmsaue 42 angegeben.<br />
Deportiert wurde Gertrud Grützner aus einer in der Synagoge Levetzowstraße von der Gestapo eingerichteten Sammelstelle, die dadurch entweiht wurde, vom Berliner Güterbahnhof Moabit am 3. März 1943 – wenige Tage, nachdem alle jüdischen Zwangsarbeiter und -innen verhaftet worden waren. Der Zug fuhr nach Polen in das 570 Kilometer entfernte Konzentrationslager Auschwitz. Dort wurde Gertrud Grützner, die kurz vorher 50 Jahre alt geworden war, vergast.<br />
Ignatz Grützner wohnte in Berlin-Mitte in der Brückenstraße 10a. Auch er war alleinstehend, anscheinend lebte er zur Untermiete. Wie Gertrud ist er am 2. März 1943, einen Tag vor ihr, ebenfalls vom Güterbahnhof Moabit nach Auschwitz deportiert und dort ermordet worden. <br />
Ludwig Grützner, der nach Palästina geflüchtet war, hat in der Gedenkstätte für die Holocaustopfer zum Andenken an seinen Bruder und an seine Schwester Gedenkblätter hinterlegt. Er lebte in Kfar Schmarjahu (Israel). 1959 strengte er ein Wiedergutmachungsverfahren an und beantragte Entschädigungen für Gold, Silber, anderes Edelmetall, Schmuck und Wohnungseinrichtungen seiner Geschwister. <br />

Gertrud Grützner wurde geboren am 11. Januar 1893 in Posen (Poznan). Ihre Eltern hießen Menahem und Helena Grützner, ihre Brüder Ignatz, geboren am 6. Mai 1887 in Schwersenz (Swarzedz) bei Posen, und Ludwig, geboren am 8. Januar 1895 in Posen. Sie war alleinstehend, arbeitete als Sekretärin und wohnte in Berlin im Stadtteil Wilmersdorf in der Wilhelmsaue 4. Als ihre letzte Adresse vor der Deportation ist Wilhelmsaue 42 angegeben.
Deportiert wurde Gertrud Grützner aus einer in der Synagoge Levetzowstraße von der Gestapo eingerichteten Sammelstelle, die dadurch entweiht wurde, vom Berliner Güterbahnhof Moabit am 3. März 1943 – wenige Tage, nachdem alle jüdischen Zwangsarbeiter und -innen verhaftet worden waren. Der Zug fuhr nach Polen in das 570 Kilometer entfernte Konzentrationslager Auschwitz. Dort wurde Gertrud Grützner, die kurz vorher 50 Jahre alt geworden war, vergast.
Ignatz Grützner wohnte in Berlin-Mitte in der Brückenstraße 10a. Auch er war alleinstehend, anscheinend lebte er zur Untermiete. Wie Gertrud ist er am 2. März 1943, einen Tag vor ihr, ebenfalls vom Güterbahnhof Moabit nach Auschwitz deportiert und dort ermordet worden.
Ludwig Grützner, der nach Palästina geflüchtet war, hat in der Gedenkstätte für die Holocaustopfer zum Andenken an seinen Bruder und an seine Schwester Gedenkblätter hinterlegt. Er lebte in Kfar Schmarjahu (Israel). 1959 strengte er ein Wiedergutmachungsverfahren an und beantragte Entschädigungen für Gold, Silber, anderes Edelmetall, Schmuck und Wohnungseinrichtungen seiner Geschwister.